00:00:01: Blinder-Aktionismus.
00:00:04: Du kennst das wahrscheinlich auch.
00:00:06: Riesenhektik, die ganze Tag am rödeln, aber am Ende ist nix geschafft.
00:00:11: Hey, schön, dass du da bist.
00:00:13: Herzlich willkommen im Wegebedarf-Podcast.
00:00:16: Unternehmersein Neudenken.
00:00:18: Leichter, menschlicher, nachhaltiger.
00:00:22: Ulrich hat bewiesen, dass es geht.
00:00:24: Seinen Handel hat er trotz hartem Wettbewerb verdreifacht und gleichzeitig für sich die ein Tage Woche eingeführt.
00:00:31: Seit dem erfolgreichen Verkauf seines Unternehmens ist er Wegbegleiter für Unternehmermenschen wie dich, die auch ihre Lebensziele leichter, menschlicher und nachhaltiger erreichen wollen.
00:00:43: Hundert Prozent pragmatisch.
00:00:47: Gerne begleite ich auch dich auf deinem Weg.
00:00:51: Deinem Weg in die Übernahme Deinem Weg in die ein-Tage-Woche, deinem Weg zur Übergabe oder ganz einfach auf deinem Weg in dein nächstes Wunsch-Level.
00:01:01: Ich sag's mal so, lieber Barfuß am Strand,
00:01:04: als
00:01:04: Anzug im Hamsterrad für dich eingeladen.
00:01:10: Es gibt Wegebedarf.
00:01:12: Unternehmer sein, neu denken, leichter, menschlicher, nachhaltiger.
00:01:18: Super gut, dass du wieder dabei bist.
00:01:19: Herzlich willkommen zur nächsten Wegebedarf-Podcastfolge.
00:01:23: Blinder Aktionismus.
00:01:26: Da gibt es ja ganz viele Unternehmer, Kollegen von uns, die den ganzen Tag rödeln und rödeln und rödeln und haben.
00:01:31: Ende stellen sie fest.
00:01:32: Also geschafft ist nicht wirklich was und Geld verdienen sie es auch nicht.
00:01:35: Die nerven sie ihn ruiniert.
00:01:36: und naja, am Ende für was war die ganze Show denn gut.
00:01:42: Genau deswegen ist es super gut, Wegebedarf, es gibt immer was zu tun und heute haben wir natürlich wieder einen speziellen Gast, der sich, derweil auch, der Ruhe polen.
00:01:54: Bernhard Görlich ist jemand, der sich damit beschäftigt, wir kriegen Unternehmer mehr ein System und mehr Ruhe in ihr System, damit auch am Ende was.
00:02:05: bewirkt ist.
00:02:06: Also erst mal herzlich willkommen.
00:02:07: Bernhard bei uns heute hier im Wegebedarf.
00:02:09: Podcast.
00:02:10: Der Ruhrpol.
00:02:11: Herzlich willkommen.
00:02:14: Vielen Dank, dass ich dabei sein darf.
00:02:16: Ja, gerne, gerne.
00:02:17: Ich bin ja mal ganz gespannt, wobei natürlich so gespannt bin ich nicht.
00:02:20: Wir hatten ja vorgespräch.
00:02:23: Und deswegen weiß ich ja auch, dass das super gut in die ganze Thema Denn das ganze Thema, die ein Tagewoche Hamsterrad verlassen, Hektik, wofür eigentlich, dass das super gut da reinpasst.
00:02:35: Was ist denn der Punkt, der dich dazu gebracht hat, dich mit dem Thema blindem Aktionismus und Ruhepol als Gegend Position zu beschäftigen?
00:02:49: Der Auslöser war im Endeffekt der blinde Aktionismus, in dem ich selber... gedrängt wurde, nicht gefallen bin, sondern gedrängt wurde, der mich dann irgendwann mal gesundheitlich an eine Grenze gebracht hat.
00:03:01: Und das hat mich dann animiert und motiviert, ja anderen Menschen zu helfen, nicht in diese Misere zu fallen, sondern vorher schon die Kurve zu kriegen und für sich eine Struktur aufzubauen, in der eben keine Hektik aufkommt, das Ganze nicht übersteuert ist und eben Dinge, die getan werden, mit Sinn und Zweck getan werden und nicht nur das, was getan ist.
00:03:26: Ja, es ist ja immer erstaunlich, wie ich ja auch, dass ja ganz viele Experten, Impulsgeber, Spezialisten eigentlich über den eigenen Schmerzpunkt kommen.
00:03:37: Magst du dem mal beschreiben, weil vielleicht erkennt sich ja der ein oder andere wieder.
00:03:42: Ja, gut.
00:03:44: Ich war in einer leitenden Position im Vertriebsinnendienst und, wie es in vielen Unternehmen auch immer wieder ist, hektik, hektik, hektik, Umsatz muss gesteigert werden, Umsatz, Umsatz, Umsatz, Aufträge, Aufträge, Aufträge.
00:04:02: Aber das ganze System, die ganzen Rahmenbedingungen haben nicht dazu gepasst, da ist sehr viel manuell gemacht worden.
00:04:08: Angebote, die erstellt wurden, sind alle in Aktenordnen abgelegt worden und, und, und, und.
00:04:13: das System selber, die Angebote zu erstellen,
00:04:16: war
00:04:19: schwierig zu bedienen, weil sehr viel manuell gemacht werden musste auch.
00:04:22: Und der Berg ist immer mehr gewachsen, gewachsen, gewachsen, gewachsen.
00:04:26: Und ich habe irgendwann dann mal gemerkt, körperliche Auswirkungen, schlecht geschlafen, so der Klassiker zwischen drei und vier wach werden und Gedankencarousel fahren.
00:04:39: bis hin zu teilweise Wortfindungsschwierigkeiten oder Dinge, die ich ausgemacht hatte, vergessen.
00:04:47: Das kannte ich vorher nicht.
00:04:51: Bis es dann soweit gekommen ist, dass ich mich beobachtet habe, selbst beobachtet habe, meistens dann so an den Nachmittagen im Büro vor dem Bildschirm zu sitzen und mit der Maus von einem Bildschirmfenster zum nächsten Bildschirmfenster zu klicken.
00:05:05: Das war der einzige Aktion, also war auch blind und ohne Vorwärtskommen.
00:05:10: Und da habe ich dann gemerkt, nein, das kann so nicht weitergehen.
00:05:15: Bzw.
00:05:16: es kam dann auch ganz anders.
00:05:17: Es ist im häuslichen Umfeld dann ein bisschen hektisch geworden und dann habe ich die Reißleine gezogen und war mal für ein paar Stunden spazieren.
00:05:25: Und schlussendlich hat das dann dazu geführt, dass ich ein paar Wochen dann in ja, in einer Rehabilitationsklinik dafür verbringen durfte.
00:05:34: Ja, ich würde sagen, das hört sich ja an wie schon krass mitten im Burnout, also die... Das
00:05:38: war komplett drin, ja, genau.
00:05:41: Aber ich möchte da nicht drum lamentieren, ja, es war eine unangenehme Zeit, auch die Zeit davor, aber die Zeit hat viel mit mir gemacht und hat mir was mitgegeben.
00:05:50: und speziell in der Reha-Klinik hatten wir einen Sportbetreuer, der hat uns... Nicht uns, sondern ja schon uns, aber vornehmlich mir ein paar Redewendungen mitgegeben.
00:06:03: Die haben sich bei mir eingebrannt.
00:06:05: Die sind so im ersten Schritt relativ einfach.
00:06:08: Und wenn man sich es genauer betrachtet, gehört doch ein bisschen was dazu.
00:06:11: Also die eine, die hängen geblieben ist, war, wenn sie merken, dass ihnen was nicht gut tut, dann lassen sie es einfach.
00:06:21: So simpel wie es ist.
00:06:22: Ja, kann ich nachvollziehen?
00:06:24: Klar, logisch.
00:06:25: Nee, so logisch ist es dann doch wieder nicht, weil wenn es logisch wäre, würde man das ja tatsächlich im Tagesalltag tun.
00:06:31: Dann würden wir sinnigerweise auch schon mal allein sagen oder es lassen.
00:06:36: Ja, guter Punkt.
00:06:38: Damit wären wir ja auch schon bei dem, was du heute mit Unternehmern machst, nämlich genau deine, ja eigentlich, wie ich ja auch, wir verkaufen unsere Storchis.
00:06:50: Es muss ja nicht jeder immer das Rad neu erfählen.
00:06:53: Also, wie heißt du so schön?
00:06:55: Erfahrungen sind nicht übertragbar.
00:06:57: Die muss man selber machen.
00:06:58: Aber es gibt natürlich Abkürzungen.
00:07:00: Und es gibt, wie heißt der andere Spruch?
00:07:03: Dein Weg wird leichter, wenn du jemand an deiner Seite hast, der schon öfter gegangen ist.
00:07:07: Und wenn wir aus der Erfahrung wissen, gucken wir, da gibt es ein paar Symptome, da gibt es ein paar Punkte, ein paar Stolpersteine.
00:07:17: Wie soll man mal ernst nehmen?
00:07:18: oder ein paar Pikser?
00:07:19: Wie soll man auch ernst nehmen?
00:07:21: Und da kann man mit Leuten was tun.
00:07:24: Was machst du denn aktuell für und mit Unternehmen?
00:07:29: Im Endeffekt durchleuchte ich mit den Unternehmern und also den Unternehmern für sich und auch für das Unternehmen die aktuelle Situation, wo sie sich gerade befinden.
00:07:42: bisschen die Erfahrungen rein, die ich gesammelt habe im Bereich der Produktion, also das Lean-Management.
00:07:49: Da gibt es ja diese Verschwendungsformen, Muda, Muri, Mura.
00:07:53: Gehe ich jetzt...
00:07:54: Ja, ganz viele.
00:07:55: Vielleicht
00:07:56: kommen wir
00:07:56: später.
00:07:56: Die Japaner haben jetzt alles einen tollen Namen und immer auch pfiffige Systeme.
00:08:00: Ja, genau.
00:08:02: Aber das ist so der Aufhänger.
00:08:03: Also für mich ist dieses Muda so der rationale Teil, also das, was man gut messen kann, also die Verschwendung jeglicher Ressource, die man dann ja auch spürt, die unangenehm ist, aber es gibt dann auch noch den emotionalen Teil, der uns oft dazu bringt, dass wir Dinge nicht tun, die wir eigentlich tun sollten oder Dinge unterlassen, die wir tun sollten.
00:08:24: Wir innere Antreiber haben Glaubenssätze, Ängste, Sorgen, was da alles so dazugehört.
00:08:31: Das ist für mich so der Coachingaspekt, der drinsteckt, das Vordache der rationale Anteil ist mehr so der Beratungsaspekt und alles zusammen gehört irgendwie ins Gleichgewicht gebracht.
00:08:42: Denn in der Regel ist das nicht im Gleichgewicht, denn man merkt irgendwas.
00:08:45: Es läuft zwar, aber irgendwas stimmt.
00:08:49: Man merkt es ja, das ist irgendwie komisch.
00:08:51: Genau, genau.
00:08:52: Und für mich ist die zwingende Aufgabe, bewusst machen, was ist da auf der Ration, was ist auf der Emotion und wie spielt es ineinander?
00:08:59: Wir machen Sachen miteinander, was von welchem Teil hält, jetzt welchen anderen Teil davon ab in Erledigung gebracht zu werden.
00:09:07: Und dann... Wenn dieses Bild aufgemalt ist, ich nutze da auch noch ein Werkzeug, das heißt die Stacy Matrix.
00:09:14: Geht's um einfach kompliziert, komplex, wie in der Situation stecke ich gerade.
00:09:19: Weiß ich schon alles, was ich brauche oder weiß ich noch gar nicht, was ich noch überhaupt nicht weiß.
00:09:24: Und dann muss ich mit unterschiedlichen Strategien eben an diese Themen rangehen.
00:09:27: Und dieses Bild versuche ich.
00:09:30: zu erarbeiten, mit meinen Klienten aufzuzeigen und dann punktuell rauszugreifen, was greifen wir jetzt an, was macht jetzt am meisten Sinn, in Bearbeitung zu gehen und mit welcher Strategie?
00:09:43: Hast du mal so ein natürlich namenloser, anonymisiertes Beispiel, was Ausgangssituation war und was jetzt passiert durch die Zusammenarbeit?
00:09:53: Für wen könnte das noch interessant sein?
00:09:57: Es finden sich im Endeffekt viele Unternehmer in der Situation, dass sie in ihrem Tagesgeschäft sind und wie du es auch gerade in der Einleitung schon beschrieben hast.
00:10:06: Am Ende des Tages viel gearbeitet haben, viel Zeit investiert haben und sich dann denken, aber was habe ich heute eigentlich wirklich erledigt und warum habe ich noch so viel auf meiner To-do-Liste?
00:10:23: In einem Beispiel war es eben auch so, dass wir die Dinge aufgezeichnet haben.
00:10:29: Und dem Menschen ist dann der Groschen gefallen und hat gesagt, so hinkt es also zusammen und das habe ich vorher so überhaupt noch gar nicht gesehen.
00:10:39: Und er hat in seinen Glaubenssätzen ein bisschen was gearbeitet, konnte das... umsetzen, dass eben auf rationaler Ebene viele Verschwendungen, Engpässe, die DR selbst verspürt hatte, reduziert wurden und konnte das für sich dann in die Form nutzen, dass er effizienter mit den Aufgaben, die im Tagesgeschäft waren, umgegangen ist, weil er sich anders strukturiert hat.
00:11:09: Jetzt bin ich ein sehr pragmatischer Mensch, kannst du das mal genauer sagen?
00:11:14: Was hat er erkannt?
00:11:15: Und was habt er tatsächlich konkret geändert?
00:11:18: Weil der volle Tutuliste ist ja gar nicht so einfach wegzukriegen.
00:11:22: Was habt er geändert?
00:11:25: Er hat sich eben nicht so wie die Dinge hereingekommen sind, der Dinge gewidmet, sondern hat die Aufgaben für sich dann priorisiert, die Sachen, die schnell zu erledigen waren.
00:11:39: Alles war so zwei bis fünf Minuten gedauert, das mache ich sofort.
00:11:42: Und alles, was potenziell länger dauert, das gebe ich mir erstmal auf eine Liste.
00:11:47: Und suchen mir eine Stunde im Laufe des Tages, idealerweise nach der Mittagspause, wenn die dann stattgefunden hat und sortiere die Themen für mich in ihrer Priorität.
00:12:00: Nicht nur, wie wichtig ist es, sondern auch, wie dringendlich ist es.
00:12:03: Da gibt es auch unterschiedliche Werkzeuge.
00:12:04: Die
00:12:04: so rückende Eisenhower, Matrix und Co.
00:12:06: Ja.
00:12:07: Ganz genau.
00:12:07: Die Eisenhower, Matrix ist da eine Sache.
00:12:09: Ist ja erstmal der Klassiker.
00:12:10: Ja, es hat hundert Jahre gefühlt.
00:12:12: Genau.
00:12:13: Richtig angewandt hilft dir auch.
00:12:15: Ja, ja.
00:12:16: Genau.
00:12:17: Und die... Über dieses Bewusstmachen, wo liegen denn die Prioritäten und welche Sachen sind dringlich zu erledigen und welche Sachen sind auch überhaupt nicht seine Angelegenheit, sondern die Angelegenheit, der Affe, wie man so schön sagt, den Manche-Management, den Mitarbeiter hat und den jemand anderes viel besser bewältigen kann, wo er sich
00:12:34: dann beschäftigen
00:12:35: muss.
00:12:36: Genau.
00:12:38: Und das hat im Endeffekt A die Tuduliste strukturiert und B einige der Tudus, die hypothetische Tudus waren, eliminiert.
00:12:48: Also höflicherweise müssen wir jetzt diese Eisenhower Matrix auf, wenn sie die ein oder andere oder ganz viele kennen nochmal kurz erklären.
00:12:54: Also wenn man so vier Quadranten hätte und sagen, da unten links ist einer weder wichtig noch dringend.
00:13:00: Unten rechts ist einer ist irgendwie dringend, aber nicht wichtig.
00:13:05: Oben links ist einer ist wichtig, aber nicht dringend.
00:13:08: Und oben rechts ist dringend unwichtig.
00:13:11: Und wenn man dann überlegt, mit was verbringen Unternehmer eigentlich ihre Zeit, dann werden wir ganz oft feststellen, dass gerade so Leute, die mit To-do-Listen überlastet sind, sich unten links beschäftigen, nämlich mit nicht wichtigen und nicht dringenden Sachen, die einfach den Tagesalltag füllen.
00:13:27: Wenn man da die zweite Priö guckt, dann sind es die dringenden Sachen, die aber nicht wichtig sind.
00:13:32: Die wichtigen Sachen, die nicht dringend sind, die werden gar nicht erledigt.
00:13:36: Und die wichtigen Sachen, die auch dringend wären, naja, die manchmal.
00:13:41: Und wenn man sich da überlegt, mit was verbringen wir denn unsere Arbeitszeit, das wertvollste, was wir haben, und was bringt denn das Unternehmen am Meister voran, dann ist es eher so bei der Wichtig-Schiene auf der rechten Seite und nicht auf der Dringliche Schiene auf der linken, so ungefähr, in Kürze.
00:13:59: Und du sagst so schön, wenn man sie richtig anwendet, dann lass uns mal gucken, wie würde man sie dann richtig anwenden?
00:14:07: Ja eben, also nicht nur die Eisenhower-Matrix, sondern eine Kondition.
00:14:13: Genau, genau.
00:14:16: Die Eisenhower-Matrix, finde ich, ist eine Sache, da kann man schon mal klustern.
00:14:19: Man hat Themenblöcke und sollte sich dann jeden Themenblock nochmal einzeln angucken, also wichtig und dringlich.
00:14:26: Und da gibt es eine weitere Methode, die ich dann auch immer gerne verwendet.
00:14:30: Das ist der Paarweisevergleich.
00:14:31: Ich nehme mir zwei Themen und stelle die gegenüber und schau, welches ist wichtiger als das andere.
00:14:37: Ich stelle das drüber oder drunter.
00:14:39: Und dann nehme ich mir das nächste und fange mit dem ersten an.
00:14:42: Wie wichtig ist das im Vergleich?
00:14:44: Wichtiger oder weniger wichtig?
00:14:45: Wenn wichtiger oben drüber, wenn weniger wichtig, kommt es drunter.
00:14:49: Dann wird mit dem zweiten paar verglichen.
00:14:52: Bis man dann alle Elemente, alle Themenblöcke oder alle Themen, die man in seinem Cluster hat.
00:14:59: untereinander sortiert hat und dann hat man seine Priorität, weil man sie immer einzeln gegenübergestellt hat.
00:15:05: Die verschieben sich dann quasi hin und her, okay.
00:15:08: Es gibt ja auch diesen anderen wilden Spruch mit dem Am und Im-Unternehmen arbeiten und wir haben jetzt Mitarbeitern.
00:15:15: Arbeiten wegnimmt.
00:15:16: Ich sage das mal ein bisschen dramatisch, weil eigentlich sammeln sie ja dafür und kaufen dann die acht Stundenweise ein und verlängern ja unsere Zeit pro Mitarbeiter jetzt mal vereinfacht, um acht Stunden, um ihn dann die Arbeit wegzunehmen, weil wir dann im Unternehmen arbeiten.
00:15:31: Und da hatte sie eben schon gesagt, die Affen, die einem auf die Schulter setzen, gibt man dann wieder zurück.
00:15:35: Welche Erfahrungen hast du denn da gemacht?
00:15:37: Wie funktioniert denn das in Unternehmen?
00:15:38: Da haben wir aufgleichen zu, die mir ja länger folgen.
00:15:43: Die wissen, dass ich das ja immer ganz vor dem Zwergenzucht nenne.
00:15:46: Der Unternehmer wird heldenhaft immer größer.
00:15:48: Wir können alles machen, alles bringen, alles hin.
00:15:52: Zahlen aber gleichzeitig Leute dafür, dass wir ihnen dann die Arbeit abnehmen und uns wundern, dass die Punkte nicht haben, heimgehen und wir dann die Überstunden vertielweisen.
00:16:00: Und wenn wir diese Zwergenzucht auflösen, müsste man denen ja die Affen wieder zurückgeben.
00:16:04: Was hast denn dafür Erfahrungen gemacht?
00:16:06: Das ist genau dieses Paradoxon.
00:16:08: Und das kommt sehr, sehr viel auf.
00:16:10: Und in meiner Erfahrung ist das ganz, ganz stark verknüpft mit dem Thema Vertrauen.
00:16:16: Ja.
00:16:16: Ich habe das sehr häufig beobachtet und stellen mir die Frage, warum machen das Menschen in Führungspositionen, dass die ihren Mitarbeitern die Arbeit wegnehmen und meinen, dass sie die besser machen können?
00:16:26: Warum vertrauen die ihren Mitarbeiter nicht?
00:16:28: Die Leute sind ja eingestellt worden.
00:16:30: Die sind aus ... Wie
00:16:31: hat den Grund, warum die das?
00:16:32: ...
00:16:33: haben Qualifikationen ... Warum vertraue ich den Leuten nicht, dass die in ihrer Qualifikation nach besten Wissen und Gewissendes tun können?
00:16:42: Man könnte schon sarkastisch fragen, warum habe ich den Mann oder die Frau dann eingestellt, war gerade niemand anderes Passendes da?
00:16:51: Also da geht es meistens schon im Prozess der Mitarbeiter-Auswahl los.
00:16:55: Wo ich bei, ich glaube, der Prozess der Mitarbeiter-Auswahl ist gar nicht das Problem, sondern es ist eigentlich eher bei der Person, die wenig Vertrauensvorschuss geben kann.
00:17:05: Ja, weil ich glaube, das ist tatsächlich der Punkt.
00:17:07: Wenn wir Leute einstellen, um dann zu glauben, dass wir es ja dann doch eh eigentlich besser könnten, wofür haben wir die denn eingestellt?
00:17:14: Nur der Schauer halber, damit wir Leute auf der Perl haben, ist ja Quatsch.
00:17:18: Wahrscheinlich gab es auch einen guten Grund, die einzustellen, wahrscheinlich ganz viele gute Gründe, aber am Ende überlisten wir uns dann selber mit Glaubens setzen.
00:17:29: Welche Stecken denn dahinter, glaubst du?
00:17:32: Warum machen wir das denn?
00:17:33: Weil eigentlich ist es ja völlig paradox, wie du sagst.
00:17:37: Ja, also welcher Glaubenstatt es jetzt dazu führen könnte, dass da das Vertrauen fehlt, irgendwie vielleicht ich kann das besser oder oft ist es auch die Angst, die Kontrolle zu verlieren.
00:17:50: Das würde ich eher fast vermuten, aber nur als Idee für unsere Hörer, die sagen, fragt die mal selber.
00:17:56: Also wahrscheinlich sind ja einige, die sagen, ja stimmt, kenne ich ihn wie eigene Nase packen, habe ich schon mal gemacht.
00:18:02: Also wer jetzt sagt, was andere sagt, er hat schlappt für den hellen Tod, dann ist es gut für den.
00:18:07: Ja, war ich nie.
00:18:09: Oder sein je schon vorgekommen, dann könnte man mal überlegen, was es denn sein könnte.
00:18:12: Aber ich glaube tatsächlich, diese Angst vor Kontrollverlust oder zu sagen, wenn die besser sind als ich, dann braucht es mich ja irgendwann nicht mehr, was hier eigentlich cool wäre.
00:18:24: Richtig, das wäre das Nonplus Ultra, wenn man als Unternehmer selbst das geschafft hat, dass die Mitarbeiter alle Dinge erledigen, dann hat man.
00:18:31: nur noch die Aufgabe, den Rahmen zu schaffen, dass die Mitarbeiter auch weiterhin so tun können.
00:18:37: Das ist ja blöderweise anstrengender als das operative Tag.
00:18:42: Also wenn ich mich mit, ich übertreib's jetzt mit Tür auf und zu schließen und abends Kassenzeichen beschäftigen kann, dann muss ich ja gar nicht strategisch denken.
00:18:50: Dann bin ich ja so beschäftigt im Tagesalltag, dass ich mir gar keinen Kopf machen muss über, wo will ich denn in drei oder fünf Jahren stehen, was müsste ich strategisch ändern, wie müsste ich meine Prozesse optimieren, wo hätte ich denn Verschwendung an meiner oder anderer Leute Lebenszeit, an... Geld, Energie, Nerven, da haben wir jetzt mal weniger bei den Wirtschaftlichen, sondern vielleicht bei den emotionalen Dingen, Verschränkungen an Nerven und weil eigentlich tut es ja gar keinem gut.
00:19:17: Wir sind ja alle permanent im Stress.
00:19:19: Und vielleicht ist es auch so ein Glaubenssatz, dass man als Unternehmer irgendwie im Schweiß des seines Angesichts zum Viren, man musste dein Brot verdienen, dass wenn du Geld verdienst und hast gar nichts dafür geschafft, körperlich, dass das gar nicht wert ist, oder?
00:19:33: Kann das auch sein?
00:19:35: Das ist möglich, was bedeutet schaffen.
00:19:39: Man kann ja auch Dinge erreichen, ohne sich anstrengend zu müssen.
00:19:44: Das ist oft dann eine Geistesleistung.
00:19:47: Man kann ja eine intelligente Idee haben oder einfach eine Qualifikation haben, die niemand anderes hat.
00:19:53: Dann ist das nicht
00:19:55: vergleichen.
00:19:56: Ich habe irgendwo mal eine Statistik gehört, worin unterscheiden sich denn die Leute, die ... Spürbar, eklatant, besser sind in einem Thema als andere.
00:20:06: Wie viel besser sind die denn?
00:20:08: Nicht viel.
00:20:09: Das sind drei Prozent.
00:20:12: Das ist ganz, ganz wenig.
00:20:13: Aber es erscheint einem, also ob die so horrend fortgeschritten wären und viel, viel intelligenter oder viel besser in dieser Thematik.
00:20:21: Also das ist gar nicht
00:20:22: drei Prozent.
00:20:24: Das
00:20:25: ist ja dünnes Eis.
00:20:27: Ja.
00:20:29: Und wenn man aber dafür da wahrscheinlich irgendwie das Dreifache, bleiben wir mal in der Zahl drei, das Dreifache verdient, wie die Nicht-Experten, ist das doch okay.
00:20:37: Ja.
00:20:38: Dann würde sich das ja lohnen, sich auf diese drei Prozent Zusatzwissen zu konzentrieren und dafür dann lieber vernünftig die Hand aufzuhalten, weil wenn man mit diesen drei Prozent einen erlebbaren Mehrwirtschaft wäre das schon immer cool.
00:20:53: Nachhaltiger.
00:20:54: Ich
00:20:54: denke, das Mehrwertschaffen ist der Schlüssel in den Dingen, auch in den Unternehmen.
00:20:57: Also das Menschen, die in den Unternehmen angestellt sind, die in den Unternehmen arbeiten, haben ja alle das Ziel für sich irgendwie einen Beitrag zu leisten.
00:21:06: Das ist so die
00:21:07: Grundreaktion
00:21:08: dahinter.
00:21:09: Und ich denke, das ist die Kernaufgabe des Unternehmers, der Unternehmerin, diesen Wie ich gerade schon gesagt habe, Rahmen zu schaffen, dass Mitarbeiter das finden können, dass die für sich ihren Beitrag leisten können.
00:21:22: Dann sind die nämlich von selber motiviert.
00:21:23: Dann braucht man nicht von hinten anschieben und irgendwie mit Motivierungs, mit Motivierungswerkzeugen anpacken, die eh nix bringen, sondern nur mehr kosten und noch mehr kosten.
00:21:37: Nein, das ist jeder.
00:21:38: Jeder hat eine Qualifikation, jeder hat irgendwelche Vorlieben und eben auch Abneigungen.
00:21:43: Und wenn man die Menschen in ihren Vorlieben arbeiten und handeln lässt, dann sind die begeistert dabei.
00:21:49: Und wenn man ihnen das nicht abstreitig macht, sondern das unterstützt, dann hat man sehr, sehr wertvolle Mitarbeiter, die auch eine intensive Loyalität an den Tag legen.
00:21:59: Das finde ich so die Kernaufgabe des Unternehmers.
00:22:02: Ja, sind wir hundertprozent einig.
00:22:04: Wenn wir die Leute in Wirkung kommen lassen, also wenn man denen Ich sage es ein bisschen bildhaft, den Spiegelplatz aufmachen, auf dem, die sich austoben können, also deren regelhaft Abenteuer Spiegelplatz aufbauen, also nicht die an die Jobs anpassen, sondern die Aufgaben, um die potenzielle Lotte drum herumbauen, dann haben wir, glaube ich, unseren Beitrag, einen exzellenten Beitrag geleistet, wenn die Rahmenbedingungen schaffen, dass die, das hört sich jetzt ein bisschen esoterisch an, in Wirkung kommen, also wenn die ihre Pässe auf die Straße kriegen können.
00:22:38: Was hindert die daran, dass die so schaffen können, wie sie schaffen wollten?
00:22:42: Mit den Randbedingungen, mit den Arbeitszeiten, mit den Werkzeugen, so wie sie halt sind.
00:22:48: Mit einer Nacht oder Frühmorin oder am helllichen Tag.
00:22:50: Aber die in so Raster quetschen, die dann plötzlich auf alle passen sollen, da verlieren wir ja schon relativ
00:22:55: viele.
00:22:58: Leider ja, leider ja.
00:23:00: Ich denke ja auch, also das mit den Inraster-Pressen ist auch wieder so ein Kontrollmechanismus, der versucht wird, Anwendung zu finden, wobei meines Erachtens die Lösung relativ simpel ist in Anführungsstrichen, wenn Sie merken, dass Ihnen was nicht gut tut lassen soll.
00:23:19: Also in meinen Augen ist der Schlüssel immer das Thema Ziele, Zielvereinbarung.
00:23:24: Vereinbarung, ganz wichtig nicht.
00:23:27: Der Unternehmer gibt den Mitarbeitern ein Ziel, was sie zu erreichen haben, sondern der Unternehmer, die Unternehmer haben einen Wunsch, eine Vision, was erreicht werden soll und die Mitarbeiter können sich mit einbringen und dran arbeiten.
00:23:41: Wie kann das denn in ein Ziel formuliert werden, das er auch erreichbar ist, auch für den Mitarbeiter erreichbar ist?
00:23:48: Ja, bei Zielen zucke ich ja immer ein bisschen zusammen, tatsächlich.
00:23:52: Zum einen aus dem Grund, den du schon gesagt hast und zum anderen, weil Ziele Ja, ganz oft mit Zahlen verwechselt werden.
00:23:59: Ja.
00:24:00: Und da steht dann plötzlich eben, ich sag mal, einfach eine blöde Zahl, Vertriebler macht eine Million Umsatz.
00:24:04: Okay.
00:24:06: Oder irgendwie, dreißig Prozent Hormarsche oder also irgendeine Zahl.
00:24:13: Ziel könnte natürlich auch sein, dass die Leute Montags mit einem Lächeln zur Arbeit kommen.
00:24:19: Ziel könnte natürlich auch sein, dass wir einen Krankenstand haben, der unter.
00:24:24: dem normalen Durchschnittsniveau.
00:24:26: oder Ziel könnte ja auch sein, dass immer so attraktiv sind, dass die besten Leute bei uns arbeiten.
00:24:31: Oder Ziel könnte auch sein und das finde ich immer spannend, wenn man mit den Leuten darüber redet, was deren Lebensziele sind, wie wir die denn zu Firmenzielen machen können.
00:24:42: Also was tue ich denn, also wenn der seinen Beitrag leistet, den wir über die Firmenziele erreichen, was auch immer das für auch Qualitative und Messbare und quantitative sein könnten und gleichzeitig zu gucken, was hat denn der Verlebenszielung?
00:24:56: Da guckt er sein Gehalt und seinen Urlaub und sagt, gib das doch nichts an.
00:25:01: Was hältst du denn davon?
00:25:04: Ich bin da voll und ganz dabei.
00:25:05: Ich bin befürwortet davon, weil gerade in deiner Ausführung dazu eine Frage ist, was erlebt man denn im Alltag sehr, sehr häufig in den Unternehmen, wenn man mit Menschen spricht, die sechzig plus sind?
00:25:18: Ah, jetzt habe ich noch fünf Jahre, jetzt habe ich noch vier Jahre, jetzt habe ich noch drei Jahre bis zur Rente.
00:25:22: Und dann geht das Leben los in Anfangsstunden.
00:25:27: Das macht mich immer traurig.
00:25:28: Zum einen denke ich mir, seid ihr wirklich im richtigen Job oder seid ihr die ganze Zeit im richtigen Job gewesen?
00:25:34: oder sind die Rahmenbedingungen, die ihr vorfindet, so, dass ihr sagt Gott sei Dank ist es bald vorbei.
00:25:40: Und ich denke da muss intensiv was dran getan werden, dass sich die Leute Aufgaben widmen, wo sie sagen, ja, da gehe ich dafür, da brenne ich dafür, dass es genau das, was ich tun möchte, weil dann kommt auch immer ein sinnvolles Ergebnis raus, wenn die Leute das eben motiviert machen.
00:25:58: Und zum zweiten eben dieses, ah, so lange muss ich noch aushalten, weil das ist da nur irgendwie Zeit absitzen und Dienst nach Vorschrift.
00:26:06: Da entsteht meines Erachtens keine Innovation.
00:26:08: Und genau das ist notwendig in unseren Unternehmen, dass eine gewisse Innovationskraft wieder an den Tag kommt.
00:26:15: Weil wenn wir die verlieren, dann bleiben wir erst mal auf der Stelle stehen und jeder, der auf der Stelle stehen bleibt, wird von den anderen überholt und ist somit quasi dann der Schlusslicht.
00:26:25: Und das sollten wir tun, nicht vermeiden.
00:26:28: Ja, da können wir zwar jetzt auch eine wilde politische Diskussion oder Dimension, aber ich glaube ja tatsächlich, das wäre es uns früher.
00:26:35: mal ausgezeichnet hat.
00:26:39: Wir waren ja mal ganz oft Weltmeister in verschiedensten Sachen und sind es ja mit vielen Hidden Champions heute noch in ganz, ganz, ganz vielen Bereichen, obwohl man das vielleicht so in der Presse nicht liest.
00:26:49: Aber wir haben ja das wunderbare Buch von dem Herrmann Simon Hidden Champions.
00:26:52: Das sind ja ganz, ganz, ganz viele Beispiele drin bis hinzu.
00:26:57: Das fand ich am krassesten.
00:27:00: Ein Mensch, der tatsächlich neunzig Prozent Weltmarktanteil in Theater und Opern vorhängen hat.
00:27:10: Man aus dem Schwabenland.
00:27:12: Also, wenn es irgendwo eine große Bühne gibt.
00:27:16: Es gibt ja nicht nur die Elfie in Hamburg, sondern ganz viele andere Bühnen.
00:27:21: Und alle zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre brauchen wir da auch mal einen neuen Vorhang.
00:27:26: So ein Viech, was einfach dreißig, vierzig Meter breit ist und zehn Meter hoch und der muss natürlich exakt funktionieren und die können das.
00:27:34: Und das ist ein völlig unbekanntes Unternehmen, ich weiß noch den Namen nicht mehr, aber ich weiß, dass es die irgendwo gibt.
00:27:40: Und neunzig Prozent Weltmarktanteil, das musst du dir mal reinziehen.
00:27:44: Und was es für so Leute braucht, ist natürlich grandiose Ideen, super gute Mitarbeiter, irgendwie eine Erfüllung zu sagen, also wenn einer bei Theater spricht und Vorhänge auch hinzugehen, das sind zu neunzig Prozent wir.
00:27:56: Also kann man sich über vorstellen, also allein der Impact, wenn du so eine Story erzählen kannst.
00:28:02: Und jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer kann denn mit seinem Unternehmen so viel Stories erzählen?
00:28:07: Also wenn man Unternehmer dann fragt, du welchen Mehrwert produziert ihr denn daraus?
00:28:13: Wie ist denn das messbar?
00:28:14: Also nicht ein verkaufte Stücke.
00:28:16: Also vielleicht mal ein krasses Gegenbeispiel.
00:28:19: Ich habe einmal ewig lange, warum, warum, weil das gerade einfällt, ewig lange gearbeitet als Kooperationspartner für eine Tochter der Schwäbischhal Bauchsparkasse.
00:28:29: Und die hatten mal, da war ich noch jung, Da noch einen Vorstand.
00:28:35: Er hatte die Vision, dass, ich weiß nicht, jeder Dritte Deutsche im eigenen Heim wohnt.
00:28:39: Und dass sie da einen Beitrag zu leisten.
00:28:41: Und der dann folgende, übernächste Vorstand, da gesagt ist alles Quatsch, wir machen fünfzehn Prozent Eigenkapital Rendite für unseren Mutterkonzern, die DZ Bank.
00:28:52: Ja.
00:28:55: Also mehr als hundertundachtzig Grad kann es ja nicht drehen.
00:28:59: Die Doppleräute sind gleich gegangen.
00:29:01: Und über einen Rest will ich ja gar nicht weiterlässt dann, aber das wären ja beides Ziele.
00:29:08: Und die eine wäre eine sehr erzählenswerte Story.
00:29:11: Wahrscheinlich kann man da auch mit hoher Motivation, zumindest habe ich mal ganz viele Leute kennengelernt, die mit extremer Begeisterung diese Lösungen verkauft haben.
00:29:20: Und dann habe ich Leute kennengelernt, da war die nicht so hoch, so auszudrücken.
00:29:27: Und das waren ja überwiegend Freiberufler, das ist ja nochmal anders.
00:29:30: Aber wenn du als Unternehmer eine Story erzählen kannst, die echt Impact, die echt eine Wirkung auf andere Leute hat, dann wäre das ja bei, jetzt wieder zurück zur Priorisierung und blinder Aktionismus.
00:29:41: Das wäre ja ein roter Faden, der sich durchziehen müsste.
00:29:46: Wie hält man den denn im Tagesalltag präsent?
00:29:49: Im Endeffekt muss es ja schon fast die Lebensvision sein, in der
00:29:53: es stattfindet.
00:29:57: Also damals war das so, also die haben tatsächlich bei den Meetings, weil ich habe ja hier als Trainer, Coach, Berater, die hat man hier relativ viele mit moderiert und angezettelt, aber da war tatsächlich anfangs die Frage, wie viele Menschen haben wir denn die Woche geholfen, irgendwann mal in die eigenen Räume zu kommen und dabei ruhig schlafen zu können, weil man weiß, mit eins, irgendwas oder was auch immer der Zinssatz gerade ist, ist mir dabei.
00:30:24: Und es gab eine lange Zeit, wo es einfach nur darum ging, wieviel Summe haben wir geschrieben.
00:30:31: Es ist möglicherweise die gleiche Zahl, natürlich die gleiche Zahl, aber die Intention dahinter und wenn wir das jetzt mal rumdrehen auf unser normales Tagesgeschäft.
00:30:40: Was müsste man denn eigentlich auch so, wenn wir sagen, hier der Ruhepol?
00:30:46: Und gegen blinden Aktionismus, das müsste ja eigentlich in so einer Prioriste extrem weit oben stehen, dafür zu sorgen, dass unsere Leute die Story kennen.
00:30:58: Ja, nicht nur kennen, sondern sich auch damit identifizieren.
00:31:01: Das ist unsere Story-Lebens-Gefühl.
00:31:05: Ja, genau.
00:31:07: Wie in einer Familie leben, also die gleiche Intention verfolgen.
00:31:13: Wie auf dem Segelschiff.
00:31:14: Wenn du da unterwegs bist, wenn einer nach Norden will und der andere nach Süden will, dann gibt es ein Problem.
00:31:18: Da kommt keiner an.
00:31:21: Ja, Segelschiff ist vielleicht ein gutes Beispiel.
00:31:24: Wenn wir uns darüber unterhalten, wer wie viele Segel rauf und runtergezogen hat oder wie viel Wasser wir getrunken haben oder wie viel Abfall wir entsorgt haben oder oder, dann sind das vielleicht nette Zahlen, aber viel netter wäre gewesen, ob wir auf dem Kurs, den wir eingeschlagen hatten, ob wir ein Stück weitergekommen sind.
00:31:40: Genau.
00:31:41: Und viele Menschen im Tagesalltag haben deswegen, zu meiner Begriffe operative Hektik, weil sie zu des Ich sagte mal auf gut Gold, dass Gedürnens im Tagesalltag zählen, statt sich darauf zu konzentrieren, wie weit bin ich denn eigentlich auf meinem Weg gekommen?
00:32:00: Und da schließt sich wieder für mich der Kreis zum Thema Ziel, weil wenn ich das Ziel kenne, also das große Ziel, nicht jeder sein persönliches Ziel, sondern das Zieldivisionen kenne, dann kann ich jeden Tag die Dinge, die ich tue, abwägen, passt es da dazu oder passt es nicht dazu?
00:32:15: Und wenn es nicht passt, kann ich gleich
00:32:17: auf
00:32:18: die Seite schieben und sagen,
00:32:19: Ein Maß zum, wenn ich priorisieren setz, zu sagen, bringt nicht das oder jenes Stück weiter, dann kann ich mich möglicherweise für eins vom beiden entscheiden.
00:32:30: Genau.
00:32:31: Wenn es aber nur darum geht, was ist dann die billigere Maßnahme?
00:32:38: Ist es billiger oder ist es günstiger?
00:32:40: Ja, günstiger mehr ist die richtige Richtung zu fahren.
00:32:44: Genau, genau.
00:32:44: Das ist auch so ein Phänomen, was mir immer wieder auffällt.
00:32:46: Es wird immer billiger, billiger, billiger, aber was ist dann an... Dramendbedingungen mit sich bringt, also an Auswirkungen mit sich bringt.
00:32:54: Katastrophe, also ich war mal im Bereich Kosteneinsparung, also Kostensenkung von dem Produktionsgut und der Einkauf hat immer darauf gedrungen, Material günstiger, Material günstiger, Material günstiger, aber dass dieses Produkt ja auch noch eine Funktion erfüllen soll und eine gewisse Gewährleistungszeit hat.
00:33:14: Das wurde dann immer nicht ins Kalküge genommen.
00:33:16: Ich konnte das um zwei Cent sparen.
00:33:18: Es ist zwei Cent günstiger geworden.
00:33:20: Dieses eine Bauteil, das dadurch dann die Reklamationsrate um fünf Prozent gestiegen ist.
00:33:27: Weil Boeing gerade sehen.
00:33:30: Airbus hat ja schwer aufgeholt, weil Boeing einfach sich kaputt gespart hat.
00:33:34: Das haben wir ja.
00:33:35: Ich will nicht über die Bahn lässt, dann wäre vielleicht etwas unangemessen.
00:33:40: Aber ich glaube tatsächlich, dieses Fokus verschieben, bleiben wir nochmal bei unserer Story von eben, wollen wir Leuten helfen, in die eigene Verwände zu kommen oder wollen wir Summen von irgendwelchen Produkten schreiben, wollen wir dafür sorgen, dass Leute, bleiben wir bei Boeing, sicher in die Luft und wieder unten ankommen?
00:33:55: oder wollen wir einfach drei Cent an irgendeinem Bauteils sparen.
00:34:01: Und ich glaube, das Thema operative Hektik hängt zumindest in meiner Wahrnehmung.
00:34:07: Ja, ist das ein Tagewoche Auto und Co.
00:34:09: Hängt natürlich sehr wesentlich daran, mit welcher Haltung gehe ich denn da dran.
00:34:16: Wie oft sollten denn Unternehmer mal sich vor den Spiegel stellen und ihre Haltung hinterfragen?
00:34:25: Idealerweise täglich.
00:34:29: Eigentlich brauchen wir das ja gar nicht mehr tun, weil wir zum Grundrauschen haben.
00:34:33: Und ich glaube, das brauchen wir tatsächlich nicht, dann nicht tun, wenn es ja sowieso läuft.
00:34:38: Aber wenn es zu Ecken gibt, zu sagen, irgendwie wird es schwieriger, wird es mühseliger, wird es stressiger, dann ist es, glaube ich, ein Punkt.
00:34:47: Den kann man dann auf Politik oder blöde Parteien oder die Weltwirtschaft schieben oder ins Spiegel gucken.
00:34:55: Wir kommen gerade was in den Sinn.
00:34:56: Wir kommen ja beide aus der Coaching-Ecke auch.
00:35:01: Ich habe von einem Coaching-Mentor das mitbekommen.
00:35:03: Im Endeffekt sollten alle Leute, die in Führungspositionen sind, auch eine Grundhaltung oder eine Grundcoaching-Haltung mit sich bringen.
00:35:11: Weil genau das eine Position in der Führung mit sich bringen muss, dass man Interesse an den Menschen hat, mit denen man zusammenarbeitet, an ihre Bedürfnisse hat und dann das Tun an diesen Bedürfnissen ausrichtet.
00:35:27: Das wäre ein guter Punkt für Unternehmer, wie sie morgens in den Tag sprachten und dass sie immer wieder bei Randbedingungen schaffen, damit genau das passiert.
00:35:38: Wenn man mit dir in Kontakt kommen wollte, wo findet man dich denn?
00:35:42: Man findet mich insbesondere auf LinkedIn.
00:35:45: Da habe ich ein Profil und es gibt auch eine Homepage von mir, auf der das Ruhepolkonzept, das was wir vorhin angesprochen haben mit den der Reichen anzugucken beschrieben ist.
00:35:57: Die Seite heißt
00:36:00: derroepohl.de.
00:36:03: Wenn man das bei Google eingibt, kommen erst mal ein, zwei, drei eher esotorisch angehauchte Meditationsgeschichten.
00:36:14: Genau, also wenn man nur unter Ruhepol sucht, kommen erst mal Dinge, die damit nichts zu tun haben.
00:36:21: Für mich, Meditationen sind ja auch solche Sachen, die die Menschen angeboten werden, die auch Führungskriften angeboten werden, das zu tun.
00:36:28: Das ist meines Erachtens aber eher so eine Symptombehandlung.
00:36:31: Es geht eher darum, die Ursachen zu behandeln und diese, wie du sie gerade auch angesprochen hast, Grundhaltung zu etablieren, dass man etwas ruhiger entspannt an die Sachen drangehen und eben nicht diese Hektik, diesen blinden Aktionismus an den Tag legt.
00:36:46: Also eben gesagt, es gibt das Ruhepol-Konzept.
00:36:49: Vielleicht müssen wir noch ein paar Minuten einfach über dieses Konzept ein bisschen noch zu plaudern.
00:36:54: Was verblickt sich denn hinter dem Ruhepol-Konzept?
00:36:58: Im Endeffekt ist das das gleiche, wie ich von angesprochen hatte, über diese Dimensionen zu gehen, über den real Anteil oder den emotionalen Anteil, sich das anzugucken.
00:37:07: Welche Themen gibt es denn?
00:37:09: Wie sind Ihre Themen denn einzuklassifizieren, um dieses ganzheitliche Bild aufzumalen, darüber dann zu priorisieren, also auch mit den Glaubenssätzen und Ängsten-Sorgen-Nöten, die dranhängen, diese Wechselwirkungen aufzudecken.
00:37:24: Und dann, also die erste Phase ist erkennen, da geht es eher um die rationalen Sachen, die zweite Phase ist das Zulassen, habe ich die genannt, weil es neben den emotionalen Themen auch darum geht, sich einzugestehen, da sind Dinge, die muss ich rangehen, da muss ich die Bereitschaft dafür haben, dass ich das verändere, die Veränderungsbereitschaft.
00:37:44: und wenn die Veränderungsbereitschaft erlangt ist, dann geht es in der dritten Phase in die Veränderung, dann werden die Themen konkret angepackt und behandelt.
00:37:53: Also ich gut an.
00:37:54: Hast du noch einen, sozusagen, einen Quick Win, so eins mal drei Tipps für unsere Hörer, so zum Ende der Wegebedarf-Podcastfolge.
00:38:06: Welchen Wegebedarf können die denn so ganz schnell mal irgendwie klären, sich klären, im Punkt der Veränderung, den sie idealerweise sofort erleben?
00:38:16: Wegebedarf, drei Tipps für dich.
00:38:22: Einen Dreiklang habe ich, den gebe ich immer gerne mit, speziell wenn es um blinden Aktionismus geht, also bevor man ins Tun kommt, man kann sich überlegen, ich möchte was tun.
00:38:31: Bevor man das Tun anfängt, überlegen, warum möchte ich das tun?
00:38:34: Und wozu ist es gut?
00:38:36: Und wenn das wozu ist es gut?
00:38:38: unbeantwortet ist, sollte ich solange noch mit der Aktion warten, bis ich weiß, warum möchte ich das tun und was?
00:38:44: wozu ist es gut?
00:38:46: Genau, wozu ist es gut?
00:38:47: Das hört sich gut an, okay.
00:38:49: Wozu ist es gut?
00:38:51: Ein gutes Schlusswort.
00:38:52: Ich sage herzlichen Dank, Bernhard.
00:38:54: Und euch hören, ihr Hörer.
00:38:59: Ja, spannend, oder?
00:39:01: Also wenn du mal wieder im blinden Aktionismus fällst, Bodgasfolge nochmal anhören und gucken tatsächlich, warum mache ich das, wofür ist das, was ist das Ergebnis, wofür ist es gut?
00:39:12: Wäre ja ein relativ schneller Entschleuniger, sich zu überlegen, muss ich das jetzt wirklich machen oder nicht?
00:39:20: Also, da gibt es, glaube ich, wenn man so Verkreuzungen vor Entscheidungen steht, relativ viel Wegebedarf, den du so lösen könntest.
00:39:28: Herzlichen Dank, Bernhard, und herzlichen Dank, dass du wieder dabei warst.
00:39:30: Und dann hören wir uns in zwei Wochen wieder.
00:39:34: Und danach.
00:39:35: vielen Dank und alles Gute.
00:39:37: Vielen Dank ebenso dir auch, alles Gute und den Hörer.
00:39:39: Du hast noch mehr Wegebedarf?
00:39:41: Was brauchst du, um dein Unternehmersein
00:39:44: leichter, menschlicher
00:39:45: und nachhaltiger zu gestalten?
00:39:48: Abonniere unseren Podcast, um keine Folge mehr zu
00:39:51: verpassen.
00:39:52: Denke bitte an eine ehrliche Bewertung der Folge und leite den Podcast gerne an andere Unternehmermenschen weiter, damit sie auch von den Tipps und Ideen profitieren.
00:40:03: Magst du mehr von Ulrich Haben?
00:40:04: ihn live erleben?
00:40:06: Melde dich gerne, wenn du Ulrich für dich als Coach oder Mentor gewinnen magst.
00:40:10: Oder wenn du ihn als Speaker, Moderator oder Trainer zu deiner nächsten Veranstaltung einladen magst.
00:40:17: Um von seinen pragmatischen Out-of-the-Box-Impulsen zu profitieren.
00:40:22: Von Unternehmer zu Unternehmer.
00:40:25: Auf Augenhöhe.
00:40:26: Nutze mich gerne für deinen individuellen Weg als Mentor und schließe dich gerne eine unserer Hike- und Strike-Jahresgruppen für Unternehmermenschen an.
00:40:34: Du kennst ja mein Motto lieber Barfuß am Strand als Anzug im Hamsterrad.