00:00:00: Storytelling ist mehr als Geschichten erzählen.
00:00:05: Wie du dich wirklich über gute Stories so im Markt positionierst, dass du einfach im Kopf und im Herzen deiner potenziellen Kundschaft bleibst.
00:00:15: Hey, schön, dass du da bist.
00:00:17: Herzlich willkommen im Wegebedarf Podcast.
00:00:20: Unternehmer sein, neu denken, leichter, menschlicher, nachhaltiger.
00:00:26: Ulrich hat bewiesen, dass es geht.
00:00:28: Seinen Handel hat er trotz hartem Wettbewerb verdreifacht und gleichzeitig für sich die ein Tage Woche eingeführt.
00:00:35: Seit dem erfolgreichen Verkauf seines Unternehmens ist er Wegbegleiter für Unternehmermenschen wie dich, die auch ihre Lebensziele leichter, menschlicher und nachhaltiger erreichen wollen.
00:00:47: Hundert Prozent
00:00:48: pragmatisch.
00:00:51: Gerne begleite ich auch dich auf deinem Weg.
00:00:55: Deinem Weg in die Übernahme Deinem Weg in die ein Tagewoche, deinem Weg zur Übergabe oder ganz einfach auf deinem Weg in dein nächstes Wunschlevel.
00:01:05: Ich sag's mal so, lieber Barfuß am Strand, als Anzug im Hamsterrad für dich eingeladen.
00:01:14: Es gibt Wegebedarf.
00:01:16: Unternehmer sein, neu denken, leichter, menschlicher, nachhaltiger.
00:01:22: Super gut, dass du wieder da bist.
00:01:24: Herzlich willkommen in den nächsten Wegebedarf-Podcastfolge.
00:01:28: und einen Wegebedarf haben wir ja alle immer, nämlich uns so zu positionieren, dass wir, wenn wir Leute begegnen, wenn wir auf Meetings sind, wenn wir was veröffentlichen, dass wir einfach Stories erzählen, die in den Köpfen und den Herzen bleiben und dass die Leute sofort erinnern, das war ja der oder die.
00:01:51: Und genau dazu haben wir natürlich heute wieder einen speziellen Gast.
00:01:55: Die Carla Gerlach, das heißt ja heutzutage Copywriterin und Storytellerin.
00:02:02: Man sieht vermittelt Menschen, wie genau das funktioniert, wie man einfach Stories erzählt, die mehr Sinn als Geschichten erzählen, um im Kopf und im Herzen zu bleiben.
00:02:12: und die als Copywriterin einfach geübt ist, die Sachen auf den Punkt zu bringen.
00:02:17: Also erst mal herzlich willkommen, Carla, bei uns heute hier im Wegebedarf-Podcast.
00:02:22: Ja, ich freue mich mega, hier zu sein und vor allem über meine absolute Leidenschaft zu sprechen.
00:02:29: Ja, das hoffe ich doch, dass das die Leidenschaft ist.
00:02:32: Weil da ist man ja mit seinen Stärken immer am besten aufgehoben, wenn man das, was man an Leidenschaft bezeichnet, wenn man das irgendwie in der Lage ist.
00:02:42: auf die Straße zu kriegen.
00:02:43: Deswegen seid mal gespannt, was die Carla heute so für Stories raushaut, haben Storytelling.
00:02:51: Carla, wieso ist Storytelling deutlich mehr als nur Geschichten erzählen?
00:02:58: Ja, das ist eine mega Frage und ich werde mir Mühe geben, das schön kompakt zu beantworten, weil Stories können extrem viel.
00:03:06: Wir können über Geschichten komplexe Sachen erklären, sodass wir es uns merken können.
00:03:11: Ich denke da immer an die Schule und ich habe zum Beispiel Geschichte, habe ich gehasst, weil ich Milliarden zahlen und so.
00:03:17: Ich konnte mir das einfach nicht merken.
00:03:18: Das war innerhalb von fünf Minuten, war das wieder weg.
00:03:22: Also um Brücken zu bauen quasi, um sich komplexe Sachen merken zu können.
00:03:27: um komplexe Vorgänge beschreiben zu können.
00:03:32: Und was du gerade auch schon so schön gesagt hast, bleibt im Kopf und es bleibt im Herzen, weil Geschichten sprechen ein ganz anderes Gehirn real an, als das Fakten tun.
00:03:40: Wenn wir Geschichten lesen, wenn wir sie hören, wenn wir sie sehen, im Film zum Beispiel, dann wird sofort unser limbisches System aktiviert.
00:03:48: Limbisches System ist der Sitz unserer Emotionen im Gehirn.
00:03:52: Und dadurch werden Hormone ausgeschüttet.
00:03:54: Und das ist der Grund, warum wir zum Beispiel bei Filmen weinen.
00:03:58: Obwohl wir wissen, okay, das
00:04:00: ist...
00:04:01: Also Bambi existiert nicht, die Mutter wurde nicht erschossen, das ist einfach nur auf der Leinwand.
00:04:08: Oder bei Titanic oder so, wir wissen... Wir
00:04:10: haben gerade daran gedacht, gerade im Kopf, zusammen mit den Szenen vorstellen, wo die beiden da vorne auf dem Bug stehen und... Wir würden jetzt als Story erzählen oder sagen halt zwei menschliche Wesen, irgendwie einmal siebzig Kilo, einmal achtzig Kilo, irgendwie siebundzwanzig Meter über der Wasseroberfläche.
00:04:29: Genau, weil es immer
00:04:31: auch
00:04:31: auf die Grundzone geht.
00:04:33: Richtig.
00:04:34: Und sobald wir das schaffen mit unseren Geschichten, diese eben das Olympische System zu driggern und Emotionen zu erzeugen, werden Hormone ausgeschüttet und dann reagieren wir.
00:04:44: Dann finden wir was total lustig.
00:04:45: Wir lachen oder wir fangen an zu weinen.
00:04:48: Wir fühlen uns, wir fühlen uns so sehr rein, dass wir ganz oft ja auch das Gefühl haben, so, OK, ich bin drin in diesem Moment.
00:04:55: Ich bin drin.
00:04:57: Ja, und das ist auch, wenn wir uns das auf Business und Marketing beziehen.
00:05:02: der Gamechanger für viele, weil sie dann nicht mehr versuchen, ihr Produkt und ihre Features zu verkaufen, sondern das Ganze in eine Geschichte verpacken und sich dann von alleine quasi fast automatisch vom Markt abheben.
00:05:16: Also, wir müssten es sowas wie so ein früheres Kino und heute ist es eher Netflix und Co.
00:05:23: Wir müssten eigentlich unsere Story so verpacken, dass die Leute sich da reingezogen fühlen, oder?
00:05:29: Absolut.
00:05:29: Also Netflix ist ein guter Begriff und ein guter Stichpunkt, weil was Netflix natürlich auch macht und ich persönlich bin eher die Leserin, ich gucke gar nicht so viel Fernsehen, aber was Netflix natürlich auch perfektioniert hat, ist gerade so bei den Serien.
00:05:43: Was machen die Leute?
00:05:44: Man sagt ja heute so schön Binge-Watching, das heißt du guckst eine Folge.
00:05:49: Und dann guckst du noch eine und noch eine und noch eine.
00:05:51: Das ist so der Schokoladeneffekt, so wir können nicht nur eine Rippe essen, wir müssen
00:05:55: dann das
00:05:55: ganze Ding essen.
00:05:57: Weil er halt immer Cliffhänger am Ende sind.
00:05:59: Als die Geschichte ist mitreisend, sie triggert Emotionen und Hormone.
00:06:03: Und was Netflix eben auch macht, sind diese typischen Cliffhänger.
00:06:07: Wir hören immer an der Stelle auf.
00:06:09: wo wir unbedingt wissen wollen, wie es weitergeht.
00:06:12: Man nennt es in der Fachsprach auch Open Loop.
00:06:14: Das heißt, du hast einen halb geschlossenen Kreis und unser Gehirn kann es nicht ausstehen, wenn der Kreis nicht geschlossen ist.
00:06:21: Wir wollen immer das ganze Bild haben.
00:06:23: Ist auch rein Evolutionstechnik total logisch, weil wir uns dadurch geschützt haben.
00:06:29: Wenn irgendwas raschelt im Gestrüpp, dann will ich wissen, was ist das.
00:06:34: Weil, blöderweise, könnte es ja auch der Säbelzahnzieger sein, der mich dann überfällt.
00:06:38: Also wir wollen immer, das Gehirn mag keine offenen Fragen.
00:06:41: Keine Open Loop.
00:06:42: Es muss immer geschlossen sein.
00:06:43: Das muss immer geschlossen sein.
00:06:45: Und das wäre eine gute Überleitung, wenn wir mal auf uns normale Mittelständler, One-Man-Shows, kleinen Unternehmer, mittelgroße Unternehmen, einzelne Hundert Leute gucken.
00:06:56: Wir haben jetzt keinen Stab, der Drehbücher schreibt, der ... Hauptdarsteller, der Regie führt.
00:07:07: Wir sind ja so im Tagesgeschäft gefangen, dass wir ja ganz oft aus der Fachlichkeit kommen und dann natürlich versuchen, die Leuten unsere, ich sage es nicht mal ganz böswillig, Produkte zu erklären und vielleicht mal mit eigenem Beispiel, viele von unseren, von meinen höheren Wissen, ich hatte ja früher einen Autoersatzteil im Großhandel und dann haben die Leute immer versucht, unsere Produkte zu erklären.
00:07:30: Kleine Story, ich war da mal mit dem anderen Außendienst unterwegs.
00:07:34: Und dann sind wir zu einem Spediteur rein.
00:07:35: und der ganz erfahrene Außendienstler, der mich damals als junger Pimpf knirps wie immer, der mir sagt, also so geht jetzt Werke auf, dann rennt er echt zu einer Spedition rein und sagt, so hallo, Frau Gerlach, ich komme von der Firma Hartzeit Auto Teile und wissen Sie, wir bauen Gelenkwellen sogar selber, die haben eine umgekehrte Verschiebung, die haben selbstschmieren die Gelenke und die sind sogar, und die Verschiebungen sind sogar Teflon beschichtet.
00:08:02: Dann habe ich dann daneben gestanden.
00:08:05: Also bei mir gab es dann wie Funkenflug im Kopf und bei dem Spediteur habe ich dann auch so gesehen, also da rein, da raus.
00:08:11: Also keine Synapse irgendwie verdratet.
00:08:13: und dann sagte der Spediteur, ja dann komme ich dann bei Gelegenheit auf sie zurück und ja.
00:08:21: Da saß ich mit dem Carlem Auto und sage, was hast du denn jetzt verkauft?
00:08:27: Ja, war doch toll, oder?
00:08:28: Also der weiß jetzt, dass unsere Lenkwellen länger halten.
00:08:33: Cray Wache ist nicht so oft, wie ich denke.
00:08:37: Wieso sollten die da länger halten?
00:08:39: Gelenkwellen hatten sowieso eineinhalb Millionen Kilometer.
00:08:41: Das Problem ist ja, wenn sie nicht länger halten, weil wieder irgendeinen Dackel versucht hat, weil der LKW dreckig war und hat die Fettspiele vergessen, dran zu machen.
00:08:50: Und deswegen reißen die einfach nach viel zu früh ab.
00:08:54: Und dann haben wir erst geschäft.
00:08:56: Ach so, ich mach mal den nächsten.
00:09:00: Hallo Frau Gerlach, willkommen von der Firma Hartein Autotraile.
00:09:02: Also ganz, man hat zwischendurch gefragt, wenn da einer ihrer dreißig Lkw ist, irgendwie auf der Strecke zurück nach Hause, einfach mittendrin einfach, Gelenkfälle reißen ab, irgendwie vierhundert-achtzig PS bleiben vorne, kommen hinten immer an, Lkw-Reihe raus, reißen dran.
00:09:17: Allemögens, Leute haben Stress mit Umladen hin und her und ralala.
00:09:20: Und eigentlich nur, weil er einen Dackel in der Werkstatt mal wieder vergessen hat, sind Autos zu Dampfstrahlen, wenn die Fettschmier dran zu halten und irgendwie.
00:09:32: Wie wäre es denn, wenn einfach dann zwei Stunden später ein Auto mit der passenden Welle wieder auf der Straße stand?
00:09:39: Der Lkw-Fahrer einfach zwanzig Rauben wechselt und nach zwei Stunden wieder fährt?
00:09:45: Wollen Sie meinen Kerzen?
00:09:46: Aber auf jeden Fall!
00:09:47: Haben Sie auch eine Aufkleber für die Lkw?
00:09:48: Ich sage, hab ich!
00:09:51: Jetzt haben wir hier im Kopf, worum es eigentlich geht, oder?
00:09:54: Ist es so ungefähr die Richtung?
00:09:57: Wegebedarf?
00:09:59: Naja, definitiv, weil ich habe keine Ahnung, was eine Gelenkwelle ist.
00:10:07: Das sind die Dinge, die vorne am Lkw, die ist ja meistens der Motor vorne und die Kraft hinten und irgendwo nach vorn nach hinten.
00:10:13: Und das sind so komische Metallgeräte mit variablen Gelenken, die in der Lage sind, von dem Motor vorne, quasi getriebe Ausgang bis zum... bis hin auf die Hinterachse zu kriegen, dass der Lkw dann auch gepässt auf die Straße.
00:10:30: Und die Machtübertragung, und da sind halt relativ wilde Kräfte, und da braucht man gelegentlich Fett, damit die Gelenke...
00:10:38: Ja, damit das so
00:10:39: schön bleibt.
00:10:40: Das ist das Geheimnis.
00:10:41: Bei deiner zweiten Variante hatte ich ein Bild im Kopf.
00:10:44: Auch wenn ich da immer noch nicht wusste, was eine Gelenkwelle ist.
00:10:48: Aber ich hatte ein Bild im Kopf.
00:10:49: Ich dachte, okay, da steht so ein fetter Lkw mit einem mega Anhänger hinten dran, voll beladen auf dem standen Streifen der Autobahn.
00:10:56: Der Fahrer hat Stress.
00:10:58: Alle anderen haben Stress.
00:10:59: Wie kriege ich das jetzt umgeladen?
00:11:01: Da entstehen Bilder.
00:11:02: Wenn du mir was davon erzählst, dass die Gelenkwelle länger hält, wenn ich jetzt nicht genau weiß, was eine Gelenkwelle ist, selbst wenn ich es wüsste, es entsteht.
00:11:10: halt einfach kein Bild.
00:11:12: Und das sind die Sachen.
00:11:13: oder das ist das, was meistens auch einer der Hauptdinge ist, egal was man verkauft, ob man Gelenkwellen verkauft oder ob du Mentoring oder Coaching verkauft oder ob du Hundetrainer bist, das ist im Grunde total wurscht.
00:11:27: Du willst immer, dass bei deinem Gegenüber ein Bild im Kopf entsteht und Bilder entstehen, weil nur durch die Bilder werden Emotionen getriggert.
00:11:35: Ja, der Begriff, die Gelenkwelle hält länger, triggert mir gar nix, weil ich halt einfach nichts mit anfangen kann.
00:11:42: Aber wenn du sagst, okay, der Fahrer steht im strömenden Regen vielleicht noch auf dem Standstreifen, weil dieses Ding kaputt gegangen ist, der hat Zeitdruck, die warten drauf.
00:11:52: Wo kriegt er jetzt die Leute her, um das umzuladen?
00:11:54: Der Lieberer hat schon dran angerufen, damit kommen wir zu einer Schrafgedrohte, da kommen wir jetzt noch mal Zehntausend Euro extra drauf.
00:12:00: Und alle sind in den Wallungen und wir haben keinen Ersatz Lkw.
00:12:02: Und wo soll denn der Herd werden?
00:12:03: Und also das Drama lässt sich ja noch ausbauen.
00:12:06: Genau.
00:12:07: Und dann habe ich ein Bild und dann fühle ich mit so.
00:12:10: Und das ist genau das, was wir immer haben wollen.
00:12:13: Deshalb niemals nur die Features und die Benefit, also die Fakten.
00:12:18: Das wird anders verarbeitet, nämlich im präfrontalen Cortex, nicht im limbischen System.
00:12:23: Und ist, wie du schon gesagt hast, sofort wieder vergessen.
00:12:26: Ja, jetzt gleich weg.
00:12:27: Ich habe einen Kunden, der macht... Wir haben also C-Teile, also Sachen, die bei Metallherstellern oder Autoherstellern oder Kranherstellern nicht auf dem Schirm sind, die werden nicht disponiert.
00:12:40: Und das ist auch eine schwierig zu verkaufene Story.
00:12:43: Es sei denn, man erzählt, dass man jetzt mitten in der Produktion eines Kranes ist und irgendwie will man die Außenspiegel da dran machen.
00:12:49: Und dann geht der Lagerleiter zum Regal und da ist aber nichts mehr drin.
00:12:52: Es steht da für mehrere Millionen irgendwie so ein Kran rum.
00:12:56: und so ein zwanzig Euro Teil fehlt, weil wir das nicht disponierte haben.
00:13:00: Und dann den ganzen Stress auch wieder aufzubauen.
00:13:02: Und die Story muss auch der so erzählen.
00:13:06: Und seitdem der das so macht, kriegt er auch mehr Aufträge, weil der jetzt plötzlich ein Verteidungssystem hat, was jenseits vom Einkauf läuft, wo die nur ausgequetscht haben, weil C-Teile, die disponiert kann und die Großen werden ordentlich gerechnet, aber Kleinstell schläft einfach so durch.
00:13:19: Ich glaube, nur das Beispiel bei einer Eisdiele ist einfach der ganze glückliche Familie zeigen.
00:13:26: Wie kommt man denn an so eine Story?
00:13:28: Wie erfindet man die denn, dass die dann am Ende erzählbar wird?
00:13:31: Weil das wäre ja ein großes Geheimnis, was sicher den ein oder anderen oder die oder ein oder andere Hörerin interessiert zu sein.
00:13:38: Ja, was die da erzählen, ist ja alles ganz gut.
00:13:39: Aber ja, wie mache ich das denn in meinem Geschäft?
00:13:43: Gibt es da so eine Systematik, wie man da dringekommt?
00:13:45: Ja, das ist lustig, dass du das ansprichst, weil das ist eine der häufigsten und wenn nicht die häufigste Frage, die ich bekomme.
00:13:51: So, Leute sagen mir zum Teil, ja, aber ich habe keine Geschichten.
00:13:54: So, ich weiß nicht, was ich erzählen soll.
00:13:57: Und ich habe, als ich damit angefangen habe, habe ich gedacht, ich verstehe die Frage nicht, wie du hast keine Ahnung.
00:14:04: Weil ich glaube, der große Fehler, den viele machen, die denken, das muss so was mega-große sein.
00:14:11: Wenn wir nochmal an Titanic denken, der ganze Graben muss direkt irgendwie gegen den Eisberg fahren und untergehen, damit es möglichst dramatisch ist.
00:14:18: Aber das ist meistens gar nicht der Fall, sondern jede... Fast jede Alltagsgeschichte eignet sich.
00:14:25: Und wir brauchen gar nicht diese mega großen Geschichten.
00:14:28: Es reicht, wenn wir typische Alltagssituationen nehmen und die ein bisschen ausbauen.
00:14:34: Für alles Mögliche.
00:14:36: Ich gebe mal ein ganz einfaches Beispiel.
00:14:38: Ich hatte vor kurzem jemanden, die hat gesagt, dieses Hundetrainerin.
00:14:43: Und die hat gesagt, so ja, ich zeig dann, wie der Hund gehorsam ist und so weiter.
00:14:50: Also sehr viele Worthülsen, weil sich keiner so richtig was darunter vorstellen kann.
00:14:54: Und wir haben dann die Geschichte erzählt von einem von ihren Hunden oder von der Kundensweis grad gar nicht mehr.
00:15:01: Der war super, der hat total gut gehört, aber der ist völlig ausgerastet, sobald er Eichhörnchen gesehen hat.
00:15:06: Da ging irgendwie eine Schranke runter und der Hund war weg.
00:15:09: Wir haben einfach diese Geschichte erzählt, was sie getan hat, um den Hund von seiner Eichhörnchensucht wieder runterzuholen.
00:15:15: Also irgendwie auch mal so mit einem zwingenden Auge.
00:15:21: Oder ein anderes Beispiel, wenn wir alle gehen einkaufen.
00:15:25: Wir alle sind irgendwie beim Bäcker ... wenn ich jetzt nicht, weil ich Vegetarierin bin, aber sonst vielleicht auch noch bei Metzger oder im Supermarkt.
00:15:33: Man muss nur zuhören.
00:15:34: Was sagen die Leute?
00:15:35: Für dich zum Beispiel bei deinem Thema, ich war vor drei Wochen oder so im Supermarkt, stand an der Kasse an und vor mir... hat jemand gesagt, ja, zu dem Kassiere, wir sehen uns dann jetzt erst mal fünf Wochen nicht.
00:15:49: Und der hat gesagt, wie fünf Wochen?
00:15:51: Wie kannst du das denn machen?
00:15:52: Ja, ich bin jetzt fünf Wochen in Thailand.
00:15:55: Und wie lange hast du denn dafür vorgearbeitet?
00:15:58: Also das war einfach so ein Gespräch von, ich möchte auch so gern fünf Wochen nach Thailand, aber wie viele Stunden müsste ich denn dafür schieben?
00:16:06: Und das war einfach so ein Gespräch zwischen zwei normalen Menschen, perfekt geeignet für eine Geschichte.
00:16:13: die zu erzählen und dann in deinem Fall zu sagen, wo willst du denn hin?
00:16:19: fünf Wochen so?
00:16:20: Wie kannst du das denn schaffen, dir diese auch örtliche Freiheit zu kreieren?
00:16:26: Also, Geschichten sind im Alltag überall.
00:16:29: Wir müssen nur zuhören.
00:16:30: Und ich habe immer solche kleinen Heftchen dabei, in der Handtasche oder in der Jackentasche oder so.
00:16:35: Und immer wenn ich irgendwas höre oder sehe, wo ich denke, okay, das wäre eine coole Story, schreibe ich das auf.
00:16:42: Und es hat einen Nachteil, weil irgendwann kannst du nirgendwo mehr hingehen, ohne Geschichten zu sehen.
00:16:46: Also mein Mann ist aber schon voll genervt, weil ich ständig irgendwie schreibe, nur Stichpunkte, ja, nur, okay, Gespräch an der Kasse oder
00:16:54: was man hier reinfällt.
00:16:56: Ja, dann müsste ich dann sagen, wie über Stunden vorarbeiten, haben wir da Ratschefs gar nicht.
00:16:59: Wie haben wir es so organisiert, dass es dauerhaft geht.
00:17:02: Also klar kann, wie vorarbeiten, nacharbeiten muss ich nicht, ist er erledigt.
00:17:07: Dann wäre die Story gut.
00:17:08: Aber cool, also die Message wäre, Guck einfach auf die Geschichten im Tagesalltag, auch wenn die mega simpel sind, aber was machen die für ein Unterschied?
00:17:17: Ja.
00:17:18: Also wenn jetzt der oder die Hotelliersfrau sagt, die haben jetzt irgendwie eine Familie gehabt und die hatten ganz viel Spaß mit evolutionen Tieren auf dem Hof oder die haben irgendwie, gerade bei mir in der Ferienhaus sind, gerade vier Schwestern, die jüngste, fünftigte, älteste, altes, sechzig, zwei kommen aus Kanada und zwei hier aus der Ecke, die treffen sich regelmäßig in Deutschland und haben ein großes Haus gesucht.
00:17:41: Und haben jetzt eine Woche Spaß, weil sie irgendwie ... ... miteinander einen Raum haben, den sie im Hotel nicht hätten.
00:17:48: Und ... Ja.
00:17:49: Und dann ist es ...
00:17:50: Und dann ist
00:17:51: es ... Du musst dich dann auch erzählen, das ist denn die großen Familien, ... ... die Generationsübergreifende oder Schwestern oder Menschen, ... ... das die einfach Platz hätten, ... ... in Ruhe mal eine Woche gemeinsam zu verbringen.
00:18:03: absolut.
00:18:04: Und wenn du für jetzt zum Beispiel diese vier Schwester nimmst, was ja eh schon mal cool ist, was recht ungewöhnlich ist, dann ist wichtig, dass du nicht allgemein erzählst von denen, sondern es gibt im Storytelling eine ganz wichtige Regel, es gibt viele aber eine ganz wichtige, die heißt show, don't tell.
00:18:22: Also zeig mir etwas, ohne es mir zu sagen.
00:18:25: Und wenn du das schaffen wir, indem wir sehr spezifisch in eine Situation reingehen.
00:18:32: Also, wenn du von diesen vier Schwestern sprichst, erzähl mir Kleinigkeiten über die eine.
00:18:38: Vielleicht hast du einen Milch in Kaffee geschüttet, obwohl die aber den Kaffee nur schwarz möchte.
00:18:45: Also, sobald wir Bilder haben, sobald wir spezifische Kleinigkeiten haben, stellen wir uns die Personen dem Fall oder die vier Personen unterschiedlich vor.
00:18:54: Und es macht einen Unterschied, ob ich etwas beschreibe oder ob ich dich mit reinnehme.
00:18:59: Ganz einfaches, klassisches Beispiel ist, ich kann sagen, ich habe Angst.
00:19:03: Ja, ich kann einfach sagen, ich hatte Angst.
00:19:05: So, dann hast du es beschrieben.
00:19:06: Wenn ich aber sage, in dem Moment, wo das Licht ausging, überzog sich mein ganzer Körper mit kalten Schweiß und Gänsehaut.
00:19:14: So, dann habe ich dir auch gesagt, dass ich Angst habe, aber ich habe das Wort Angst nicht benutzt.
00:19:19: Ja, das ist ein guter Unterschied, weil ich glaube, da wird auch klarer, was das denn, wo die Qualität liegt, dass man Showdown-Tell, finde ich, guten Grundsatz, dass man die Leute mit reinzieht in die Story.
00:19:32: Ja.
00:19:32: Bei guten Filmen ist es ja so.
00:19:34: Man sieht die in irgendeiner.
00:19:35: der erste Einstellungen ist Kanado, ich nehme jetzt mal hier sowas wie Rosamunde Pilcher, du siehst den Rennschrober vorbei.
00:19:43: Da steht alle auf dem Golfplatz und hinten dran ist dann irgendwie Südwestengland, so Atmosphäre.
00:19:50: Und dann redet einer, aber dann weißt du schon ein bisschen mit dem Plott, oder?
00:19:53: Ja, genau.
00:19:54: Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich habe noch nie Rosa Munde Pilcher gelesen oder gesehen.
00:19:59: Aber ja, es ist einfach, wir schaffen eine bestimmte Atmosphäre.
00:20:03: Ich habe auch noch nie gesehen.
00:20:05: Andersrum, ich habe immer nur mal wieder gesehen, wenn ich bei der Schwiegermutter zu Besuch bin, wenn ich in den Vierundzwanzig, sieben der Fernseher.
00:20:11: Da guckt die zwar nie, aber es irgendeiner spricht im Haus und das beruhigt anscheinend.
00:20:17: Und da läuft immer mal wieder Rosamunde, Pecher und ich bin da immer.
00:20:21: Also manchmal stehe ich dann so eine Minute vom Fernseher, wie viel Klischee es kann man in mindestens Sekunden aufwärmen.
00:20:28: Es ist unfassbar.
00:20:32: Wegebedarf.
00:20:33: Auf ein Wort.
00:20:34: Ja, aber das ist gar nicht schlimm.
00:20:36: Gerade diese Klischee-behafteten Sachen führen halt auch dazu, dass wir Dinge, die wir ... schon kennen, noch mal irgendwie verstärkt werden.
00:20:46: So, das sehen wir ja auch.
00:20:48: die erfolgreichen Sachen, Bücher oder auch Filme, wenn wir vom Mainstream sprechen.
00:20:53: Also das, was einfach auch kommerziell am besten funktioniert, sind meistens die, wo bestimmte Klischees erfüllt werden.
00:21:00: Klar kannst du auch in das alternative Kino gehen.
00:21:04: Da gab es bei uns, als ich studiert habe, in München eins fand ich super.
00:21:07: Aber das war immer relativ leer, weil dann müssten wir ja mehr denken.
00:21:12: Oder wir müssen, es wird irgendwie... komplizierter.
00:21:15: Deshalb ist auch immer einer meiner Tipps, gerade wenn du es im Business-Kontext machst, macht die Geschichte nicht so kompliziert.
00:21:21: Es geht immer darum, wie fühlen sich die Leute dabei, welche Emotionen, welche Hormone werden getriggert.
00:21:27: Nicht, dass die Geschichte wahnsinnig kreativ ist.
00:21:30: Deshalb ist für viele auch so dieses Jahr, aber ich kann ja gar nicht gut schreiben oder ich kann gar nicht gut Geschichten erzählen.
00:21:38: Das ist nicht relevant.
00:21:39: Du willst damit nicht den nächsten Literatur-Nobelpreis gewinnen, sondern du willst einfach nur, dass die Menschen sich in deine Geschichte hineinversetzen.
00:21:47: Und dafür musst du sprachlich jetzt nicht... Also, du solltest schon gerade einen Satz rauskriegen, aber du musst jetzt sprachlich nicht super begabt sein dafür.
00:21:56: So eine der besten Storys, die habe ich mal als Werbefilmfilme gesehen, der macht Unternehmensnachfolge oder verkauft.
00:22:03: Und der hatte einen mega mini Video.
00:22:06: Zähne eins ist, er sitzt, man sieht aus wie ein Unternehmer, ist aber laser gedreht, sitzt in dem Laptop auf dem Sofa, seine Frau ist genervt daneben und fragt, musst du schon wieder arbeiten?
00:22:17: Er guckt genervt.
00:22:18: Nächste Szene ist, er sitzt immer noch auf dem Sofa, der Sohn kommt rein, vielleicht zehn oder elf, Papa geht mal Fußball spielen, nee, hab ich keine Zeit.
00:22:25: Das wechselt so zwei, drei mal hin und her, man sieht immer, er ist völlig im Stress und der Rest der Familie ist genervt.
00:22:31: Und das geht so zwei, drei mal hin und her und abends bringt sie ihn ins Bett.
00:22:36: Und dann guckt er so durch die Tür im Schlafzimmer.
00:22:39: Und der Sohn ist ein bisschen traurig darüber, dass der Papa nie Zeit hat für ihn zum Fußball spielen.
00:22:45: Und dann sagt er so, Junge, so einen Satz, du Mama, hat der Papa mich eigentlich noch lieb.
00:22:51: Boah.
00:22:53: So krass.
00:22:54: Und da haben die, ich weiß, in anderthalb Minuten viel gebraucht, vielleicht.
00:22:58: Also jemand so in so eine Story reinzuziehen, das ist... Also das fand ich, das fand ich jetzt hohes Kino, wie man so das Thema ein Tagewoche auf den Punkt bringt.
00:23:07: Ich habe die da mal angeschrieben, dass die Mutter kann über eure Story leiden, ich habe nie einen Anstieg gekriegt.
00:23:12: Aber die war einfach mega gedreht und mega in Zähne gesetzt und da war wirklich reingezogen, weil das kann sich jeder vorstellen, der mal unternehmerbar, wie das ist, irgendwie noch Arbeit am Wochenende übrig zu haben und so zerrissen zu sein zwischen Ehepartner und Kinder und Aufgaben und zwischendurch völlig im Stress zu sein und da nicht rauszukommen.
00:23:31: Ja.
00:23:32: Und du siehst auch hier, weil so einer, also jeder, der jetzt das gehört hat, hat sich das ja auch vorgestellt.
00:23:38: Du hast das erzählt, wir haben ein Bild im Kopf und rein von den Emotionen, wir befinden uns da psychologisch betrachtet im grünen Bereich.
00:23:45: Das heißt, das sind die Emotionen, da sind Traurigkeit, Schuld, Scham, Gefühl.
00:23:50: Also der, der man hat in dem Fall wahrscheinlich ist traurig, weil er nicht so viel für diesen, für dieses Kind da sein kann, hat wahrscheinlich auch ein schlechtes Gewissen, so, dieses Zerrissen sein.
00:24:00: Und dann wird direkt... wird direkt eine Traurigkeit getrickert und Oxytocin ausgeschüttet.
00:24:06: Wenn das in der Geschichte so ist, dann ist derjenige, der zuhört oder das liest oder sieht in dem Fall, hat dieselbe Reaktion.
00:24:14: Ich weiß nicht, ob du den Werbespot kennst von IKEA.
00:24:17: Ich weiß gar nicht, ob es den noch gibt.
00:24:18: Den fand ich auch richtig gut.
00:24:20: Ich hab selber ein Teenager-Tochter und die haben Werbung für Küchen.
00:24:26: Du könntest jetzt einfach sagen, die IKEA-Küche ist deshalb so gut, weil ... Die ist stabil und die hat diesen, ich weiß gar nicht wie man das nennt, aber diesen Stopper, weißt du, wo die Schub laden oder die Tür langsam zugehen.
00:24:39: So könntest du alles erzählen.
00:24:41: Hättest du wahrscheinlich morgen wieder vergessen.
00:24:43: Die zeigen in diesem Werbesport die vierzehn-fünfzehnjährige Teenager-Tochter, die wegen irgendwas richtig angepisst ist.
00:24:50: Die Eltern sitzen am Tisch und sie möchte ihre Wutausdruck verleihen und versucht, diese Türen zuzuschlagen.
00:24:56: So, das geht ja nicht, weil die war ja dieser Stopper drin erst.
00:24:59: Und allein diese Szene, die dann zeigt, wie gut diese Küchen sind.
00:25:03: Das heißt, wenn diese Wutembrante, fünfzehnjährige versucht, die Türen zuzuschlagen, dass das nicht funktioniert.
00:25:08: Ich kann aber am Ende lachen dann alle und so.
00:25:10: Also es ist auch richtig gut gemacht.
00:25:12: Warum?
00:25:12: Weil es mit Emotionen gespielt wird und nicht das Feature erklärt.
00:25:16: Also es ist egal,
00:25:17: ob man das für das eigene Produkt oder für ein Werbeslogen oder für einen Spot oder so was, überall, wo gute Storytelling drin ist.
00:25:25: Storytelling heißt nicht, das geht irgendwie über zwanzig Seiten.
00:25:28: Das ist gerade gesagt, die haben einen halben Minuten gebraucht.
00:25:30: Der Ikea-Werbespot ist auch nicht länger.
00:25:33: Sobald wir das geschafft haben... Ist meine Überzeugung und auch meine Erfahrung, du wirst mehr verkaufen.
00:25:38: Leute kommen auf dich zu, weil es attraktiver wird dadurch.
00:25:42: Ja, und das wäre dann auch eine gute Überleitung ins Praktische.
00:25:45: Also das haben wir ja schon gelernt, show, don't tell.
00:25:48: Also zieh die in die Geschichte.
00:25:50: Dann haben wir schon gelernt davor zu sagen, guck dir einfach Alltagsgeschichten an.
00:25:55: Wahrscheinlich idealerweise deiner Grundschaft.
00:25:58: Was ist denn da?
00:25:59: Also die ausgerastete Tochter.
00:26:03: oder hier der Pub, der fragt, ob der Papa er noch lieb hat oder keine Ahnung, die fünf Wochen Thailand oder so, Dinge, die, kann man das so sagen, vorher nachher, was ist jetzt die Ausgangssituation des Kunden und was ist nachher durch den Konsum unseres Produktes, unsere Dienstleistungen und so das Irgendwas, was wir da an Edit Value reinbringen, was ist denn nachher anders geworden?
00:26:28: Muss man dann zwei Geschichten erzählen, aber vorher nachher?
00:26:32: Also kann man, es gibt natürlich diese klassische Heldengeschichte, die wir wahrscheinlich alle schon mal gehört haben, gibt es in jedem Film, in jedem Buch.
00:26:39: Viel wichtiger finde ich, wenn man das jetzt auch für das eigene Business benutzt, der potenzielle Kunde stellt sich wahrscheinlich oft unbewusst immer drei Fragen.
00:26:49: Die eine Frage ist, ist er oder sie da, wo ich hin möchte?
00:26:53: Also lebt er oder sie das schon?
00:26:56: Kann er oder sie mir zeigen, wie ich da hinkomme?
00:26:59: Die dritte Frage, ganz wichtig, funktioniert das auch für mich.
00:27:04: So, und da braucht man nicht unbedingt eine Vor-Her-Nachher-Geschichte, aber wenn du deinen eigenen Weg zeigen kannst, ist es natürlich immer sehr viel attraktiver.
00:27:14: Super einfaches Beispiel.
00:27:17: Ich habe Sport und Journalismus studiert, war aber lange Zeit wirklich ganz intensiv im Sport- und Ernährungsbereich unterwegs.
00:27:23: Und ich hatte am Anfang meiner Karriere habe ich Personal Training gemacht, ich habe Fitness Bootcams gegeben, also sehr, sehr auf dem Fitnessbereich spezialisiert.
00:27:35: Irgendwann hatte ich eine Kundin, die war stark übergewichtig, zwanzig Kilo, dreißig Kilo.
00:27:39: Und die sagte irgendwann mal zu mir, weißt du, was, Carla, ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber du hast doch überhaupt keine Ahnung, wie sich das für mich anfühlt, wenn ich in den dritten Stock die Treppen hochlaufen muss.
00:27:52: Und ich dachte in diesem Moment so, ja, verdammt, sie hat recht.
00:27:56: Ja, weil ich war nie übergewichtig.
00:27:58: Ich war schon immer super sportbegeistert.
00:28:01: Ich konnte mich in diese Kunde nicht reinversetzen.
00:28:05: Und das ist ein Riesenproblem, weil die hat schon gedacht, die ist da, wo ich hin will.
00:28:10: Ich will auch so fit sein und so gesund und so sportlich.
00:28:14: Aber die anderen beiden Fragen, so funktioniert es auch für mich und gibt es einen Weg für mich dahin.
00:28:20: Das war für sie mit einem Nein.
00:28:23: Ja, weil ich das nicht vorleben konnte.
00:28:25: In diesem Fall wäre es viel besser gewesen, ich hätte selber mal dreißig Kilo zu viel gehabt und hätte das dann quasi transformiert, weil das sehr viel authentischer wird.
00:28:35: Man muss das nicht haben, aber wenn du eine Story hast von dir selber, von, ich war angestellt, ich habe vierzig Stunden oder fünfzig Stunden gearbeitet, ich war total genervt, ich hatte keine Kohle hinzu, ich bin jetzt selbstständiger oder ich bin Unternehmer, ich habe viel Geld, ich habe viel Freizeit.
00:28:52: Perfekt.
00:28:53: Oder eine Kundenreise geht auch.
00:28:57: Ja, ich glaube, dass die Leute tatsächlich im Moment eher bei mir kaufen zu sagen, ja, du warst mal so im Stress und hast es anscheinend irgendwie hingekriegt.
00:29:04: Ja.
00:29:04: Mit der Vierzig-Kilo oder Dreißig-Kilo kann ich auch verstehen, wo wir über die Alpen gelaufen sind.
00:29:08: Da war ein Teilnehmer, der sagte, du, ich habe bei jedem Schritt Vierzig-Kilo mehr als du.
00:29:14: Ja.
00:29:14: Stimmt.
00:29:14: Also absolut gleiche Story.
00:29:16: Das stimmt natürlich auch.
00:29:17: Der hat ja dieselben, hundert, fünf Meter rauf und tausend Meter runter oder andersrum.
00:29:22: Und bei jedem Schritt, vierzig Kilo, macht echt einen Unterschied.
00:29:25: Ja.
00:29:25: Sobald
00:29:26: der Kunde denkt, der potenzielle Kunde, ja für die oder für ihn ist es ja leicht.
00:29:31: Bei mir ist das ganz anders.
00:29:34: Ja, wird schwierig, weil wir brauchen dieses Nahbare.
00:29:36: Wir wollen dieses von, okay, schau mal, die hat es auch geschafft oder der hat es geschafft und deshalb ist es für mich auch möglich.
00:29:43: Es sind natürlich immer die besten Geschichten.
00:29:48: Also wenn jetzt jemand sagen würde, okay, also ich habe doch dieses Verstanden, warum das alles ganz toll ist und warum ich so erzählen muss.
00:29:58: Und ich will mich da als Annäher, da gibt es wahrscheinlich noch ein paar andere Dinge, außer lauter reinziehen und das in Storys verpacken.
00:30:05: Wo kann man sich das denn?
00:30:06: oder wie kann man sich das denn aneignen, wie das dann für den Tagesalltag normalen Daily-Doing eines normalen Unternehmers denn möglich wird?
00:30:15: Unternehmer sein, leichter, menschlicher, nachhaltiger.
00:30:21: Also... Vollkommen richtig.
00:30:23: Ich vergleiche das auch immer mit Sport.
00:30:25: Das ist wie ein Muskel.
00:30:27: Wenn du die erste Liegestütze machst, wie eine Kunde von mir gesagt hat, ich kann eine halbe, nämlich nach unten, das ist einfach anstrengend.
00:30:34: Wie können das noch nicht so richtig?
00:30:36: Im Grunde ist es immer... Das erste, was ich empfehle, ist, sich wirklich Alltagssituationen aufzuschreiben, dieses Büchchen mitzunehmen oder ins Handy zu diktieren, ist egal, Hauptsache, die Ideen sind da.
00:30:47: So, das nächste, was ich meinen Leuten immer empfehle, ist zu sagen, okay, nimm einfach mal so eine Geschichte und... Ich gebe denen am Anfang so ein Leitfaden.
00:30:57: Ich persönlich benutze den gar nicht mehr so oft.
00:30:59: Das ist eben nur quasi einfach um, wie Schwimmflügel.
00:31:03: So, da kannst du am Anfang halt auch schon schwimmen.
00:31:05: Sieht auch schon ganz gut aus.
00:31:07: Und irgendwann brauchst du das dann nicht mehr.
00:31:10: Und zwar ist es ganz simpel vom Aufbau.
00:31:12: Also zuerst brauchst du, musst du natürlich wissen, was willst du verkaufen.
00:31:16: Also, was willst du anbieten?
00:31:17: Was ist dein Angebot?
00:31:18: Was ist die Leistung, was ist das Produkt?
00:31:19: Genau,
00:31:20: das müsstest du ja erst erst mal wissen.
00:31:22: So, dann suchst du dir eine Geschichte aus.
00:31:25: Noch mal, das ist erst mal völlig egal, was das ist.
00:31:27: Hauptsache, sie ist irgendwie spannend oder lustig oder interessant.
00:31:31: Diese Geschichte nimmst du und überlegst dir, als erstes, das ist der erste Teil, ein Hook.
00:31:37: Also, was ist der Start dieser Geschichte?
00:31:40: Was viele machen, du fängst bitte niemals chronologisch an.
00:31:43: Du sagst niemals, weil ich vor zwei Wochen bin ich mit meinem SUV zum Audi gefahren oder so.
00:31:50: Du brauchst es nicht aufbauen, sondern du nimmst das direkt.
00:31:54: Nimmst mich direkt mit in die Situation.
00:31:56: Etwas, was das neugierig macht.
00:31:58: Wenn Sie zum Beispiel sagen, was der Kassierer beim Aldi gesagt hat, werde ich nie wieder vergessen.
00:32:03: So, das wäre zum Beispiel ein Hook, weil ich will dann unbedingt wissen, sowas hat er denn gesagt.
00:32:07: Hat
00:32:07: er denn gesagt?
00:32:08: Ja, also wir brauchen etwas, was die Leute reinziehen.
00:32:11: Das ist halb offene, das Gehirnwildes, okay.
00:32:14: Richtig.
00:32:14: Ein Hoch ist immer entweder, das kann eine Frage sein, das kann provokativ sein, das kann etwas sein, das andere, also gegen den Mainstream geht.
00:32:24: Ich habe mal einen Artikel geschrieben mit dem Hoch.
00:32:27: John macht dich fett.
00:32:28: So, super, super angekommen, weil die Leute immer denken so, ich habe ja gerade angefangen zu laufen und abzunehmen.
00:32:35: Wieso mache ich das denn jetzt fett?
00:32:36: So, wir wollen das wissen.
00:32:39: Dann erzählt du deine Geschichte.
00:32:40: Ja, immer nach dem Prinzip show, don't tell, du erzählst einfach mal.
00:32:44: Erzähl mir von dieser Situation im Allian der Kasse.
00:32:48: Dann kommt das Learning, so als Brücke oder als Hilfe immer.
00:32:53: Warum erzähl ich dir das?
00:32:55: Was ist der Grund, warum ich dir diese Geschichte erzähle?
00:32:57: In diesem Fall wäre, ja, wenn der Kassierer wissen würde, wie er das finanziell ganz anders aufstellt, wie er gut investiert, dann könnte er auch fünf Wochen.
00:33:07: nach Thailand oder sonst wohin.
00:33:09: Ich sag dir quasi, warum ich dir das erzählt habe.
00:33:12: Und dann spanne ich die Brücke zu meinem Angebot.
00:33:15: Wenn du das auch möchtest, hier ist der Call to Action.
00:33:18: Dann natürlich schreib mir oder hör dir den Podcast an und trage dich in den Newsletter ein.
00:33:22: Buch dir ein Gespräch oder sonst was.
00:33:24: Also, das sind ganz einfache Sachen.
00:33:26: Du brauchst einen starken Hook.
00:33:27: Du erzählst mir deine Story.
00:33:29: Du sagst mir das Learning daraus.
00:33:32: Was hast du gelernt?
00:33:33: Warum erzählst du mir das überhaupt?
00:33:35: Was soll ich davon mitnehmen?
00:33:37: Und dann sparst du die Brücke zu deinem Angebot und sagst mir bitte, dass niemals vergessen, was ich tun soll.
00:33:44: Die Call to Action nicht vergessen.
00:33:45: Ich sehe das so oft in den Leuten mal eine vollgeile Story.
00:33:48: Und dann hört es auf.
00:33:50: So, ohne dass ich weiß, was mache ich denn jetzt?
00:33:53: Wie kann ich das dann auch kriegen?
00:33:54: Herr Call to Action ist ja wichtig, apropos Call to Action.
00:33:56: Also wenn ihr jetzt auf die Idee kommt zu sagen, hört das für sich alles ganz gut an, was die zwei da erzählen, vor allen Dingen Nikala.
00:34:03: Aber ich kriege das alleine nicht hin.
00:34:05: Die Kontakte hatten von der Carla, sie sind selbstverständlich in den Shownotes verlinkt.
00:34:09: Also falls ihr so ein bisschen Support bräuchte, dann kann die Carla euch natürlich dabei gerne unterstützen.
00:34:16: Apropos, du warst ja nicht immer schon Copywriterin und Storytellerin.
00:34:22: Du hast ja erzählt, du hast früher Sport gemacht.
00:34:24: Wie kommt man denn vom Sport zum Storytelling?
00:34:28: Also ich habe tatsächlich Sport und Sportmedien und Kommunikation studiert, also im Grunde Sportjournalismus.
00:34:36: Also eine Affinität für Schreiben und kurzgeschrittenen Romane war schon immer da.
00:34:43: Ich habe nur auch diesen ganz großen Glaubenssatz gehabt, wie viele vom Schreiben kann man nicht leben.
00:34:49: So, das ist irgendwie ganz nett.
00:34:50: Da müsstest du aber, wenn musst du dann halt schon irgendwie Jackie Rowling sein, dass du da wirklich Kohle mitmachst.
00:34:57: Ich hatte immer schon diesen Unternehmertrang, obwohl ich ein Beamtenkind bin.
00:35:02: Ich habe sehr viel Gegend, den ich immer bekommen habe.
00:35:05: Okay, wo kommt das her?
00:35:06: Weil in den Genen liegt es definitiv nicht.
00:35:09: Und ich habe dann mich eher für diese Sportrichtung entschieden.
00:35:12: Ich mache heute ja selber privat auch noch.
00:35:14: Ich trainiere sechsmal die Woche, als ich bin super sportbegeistert.
00:35:17: Ich war es nur irgendwann, muss ich dir ganz ehrlich sagen, müde den Leuten zu zeigen, wie sie richtig Kniebeugen machen oder wie sie genügend Proteine essen.
00:35:26: hat das gelangweilt.
00:35:27: Und ich war da so ein bisschen ja drüber irgendwie.
00:35:31: Zwar die Luft war raus, dann habe ich irgendwann beschlossen, okay, ich nehme die andere Leidenschaft, mache das jetzt beruflich und mache Sport quasi nur noch privat.
00:35:42: Und ich habe da dann gemerkt, okay, das ist nicht so selbstverständlich.
00:35:45: Das ist ja oft so, wenn man was gut kann oder dass die eigene Geniezone ist, dass man meint, so alle können das.
00:35:51: Ja, natürlich nicht.
00:35:51: Ja, klar, aber das ist ja auch groß.
00:35:54: Genau.
00:35:56: Ja, und dann habe ich das angefangen umzusetzen, dann for you für andere oder ich habe das beigebracht, was mir am meisten eigentlich noch viel mehr Spaß macht.
00:36:05: und dann kam wahnsinnig gutes Feedback, dass die Leute gesagt, oh, das ist so cool, ich hätte das selber nie so hingekriegt oder ich habe da so wahnsinnig viel gelernt, bis mir dann bewusst wurde, okay, Storytelling ist tatsächlich auch im Business-Kontext etwas, das so wahnsinnig viel Unterschied macht, auch vom vom Gehalt oder auch von dem, was du am Ende einen Umsatz hast.
00:36:25: Weil eine Kundin, da haben wir nur eine andere Geschichte erzählt, auf oder überhaupt eine Geschichte in ihrem Social Media Post und auf ihrer Webseite.
00:36:33: Und die hat ihren Monatsumsatz von sechzigtausend auf hundertzwanzigtausend verdoppelt innerhalb von vier Wochen.
00:36:41: Also nur durch eine Geschichte.
00:36:43: Nur, um das mal auch an Zahlen festzumachen.
00:36:46: Ja, und dann habe ich selber gemerkt, okay, da ist sehr viel mehr drin, als ich selber dachte, weil das ist gar nicht so selbstverständlich.
00:36:53: Also wer hat die Erfolgsbeteiligung gemacht?
00:36:56: Ja, das habe ich leider verpasst.
00:36:57: Also ich habe zwar auch ein paar Tausend Euro daran verdient, aber die Beteiligung wäre geiler gewesen.
00:37:04: Das ist, glaube ich, den ersten Mensch, der mal dem Next Funnels baut, der sich auf eine Erfolgsbeteiligung eingelassen hat.
00:37:11: Mal gucken, weil dann haben wir gleich Interessenslage.
00:37:13: Das ist immer zu gucken, empfehle ich an den Leuten, Versuch, Einkommensmodelle so hinzukriegen, dass du an den Mehrwerten so lange beteiligt bist, wie die auch wirken.
00:37:23: Lackengeld verkaufen ist ja wieder eine ziemliche Sackgasse.
00:37:27: Und dann haben wir ja auch im Vorgespräch geklärt, du bist ja eine sehr Welt.
00:37:31: angeschaute Dame.
00:37:35: Man kann mit Menschen nur bei Weltanschauungen reden, die die Welt auch angeschaut haben.
00:37:39: Und dabei ist ja immer eine wichtige Erfahrung.
00:37:43: Jedes Land ist ja anders und man muss sich da immer neu reinversetzen, so wie auch jeder Kunde neu anders ist und jede Unternehmerstorien und andere ist.
00:37:51: Muss man sich ja reinversetzen.
00:37:53: Wo warst du überall schon weltweit?
00:37:55: Jahrelang, wo hast du das schon gelebt?
00:37:58: Ja, also ich habe tatsächlich Anfang, da war ich Anfang zwanzig, also mit dem Studium noch gar nicht ganz fertig, war ich mit meinem damaligen Freund, heutigen Mann in Südafrika, in Kapstadt und später noch zwei Jahre in Johannesburg.
00:38:14: immer, weil er, oder wir sind sehr viel rumgekommen, weil er damals für die FußballWM gearbeitet hat, also wir waren quasi immer da, wo gerade FußballWM war, später dann im Brasilien drei Jahre und dann haben wir ein Haus gekauft in Portugal, waren da auch nochmal zwei Jahre und erst als meine Tochter eingeschult wurde.
00:38:34: Wir sind jetzt zurück nach Deutschland und sind jetzt am Bodensee.
00:38:37: Und wie du gerade schon gesagt hast, ja, du nimmst halt unheimlich viel mit.
00:38:40: Also reisen ist cool.
00:38:42: Ich liebe zu reisen.
00:38:43: Und trotzdem ist es nochmal was anderes, wenn du irgendwo zwei, drei, vier Jahre lebst, weil du passt dich an.
00:38:49: Also ich kann mich... Genau.
00:38:54: Ich kann mich noch erinnern.
00:38:55: In Südafrika hatten wir noch keine Kinder.
00:38:59: Und ich habe mich da wahnsinnig wohl gefühlt.
00:39:03: Ja, also unfassbar cool.
00:39:05: Ich werde dann auch mal gefragt, da ist es nicht gefährlich.
00:39:08: Ja, also ich meine, wenn du absolute Sicherheit willst, glaube ich, musst du irgendwie in Deutschland und der Schweiz bleiben.
00:39:14: Aber es ist
00:39:15: auch so, was ich an Joburg umziehe.
00:39:17: Genau, aber es ist auch nicht so, dass du in Johannesburg aus der Haustür rausgehst und du hast eine Knache am Kopf.
00:39:22: Also ganz so extrem ist es ja auch nicht, da leben ja auch Menschen.
00:39:24: Aber klar, du musst dich natürlich an bestimmte Regeln halten.
00:39:28: Ich weiß noch, ich hatte dort ein kleines, also wir hatten einen riesengroßen, fetten Land Rover und ich hatte noch ein kleines Auto, um halt so durch die Stadt zu kommen, weil der Verkehr in Johannesburg ist die Hölle.
00:39:40: Und ich weiß noch, ich hatte dann ja auch dort Freunde und die haben mir gesagt, okay, wenn es sobald es dunkel ist, fährst du über diese rote Ampel drüber.
00:39:49: Und für mich so als Mitteleuropäer, ich habe ja auch in Deutschland Führerschein gemacht und so, ich kann da jetzt nicht einfach über eine rote Ampel drüber fahren.
00:39:56: Also es ist mich an bestimmte Regeln zu halten, die unseren Vorstellungen komplett widersprechen.
00:40:03: habe ich natürlich ein bisschen gebraucht, aber auf der anderen Seite fand ich es viel schwieriger nach den drei Jahren wieder zurückzukommen.
00:40:09: Da waren wir noch mal ein halbes Jahr in Deutschland und mein Mann ist aus dem Schwabenländler von Stuttgart und wir haben einen Übergang gebraucht bis es nach Brasilien ging.
00:40:20: Und ich weiß noch, ich habe dann angerufen überall, weil wir eine Wohnung gesucht haben.
00:40:24: Und die Leute dort haben mir dann gesagt so, ja, also sie können sich die Wohnung schon anschauen.
00:40:30: Aber wichtig ist uns auf jeden Fall vorher schon klar zu machen, dass sie sich bitte an die Kehrwoche halten.
00:40:36: Ich weiß noch, ich habe zu meinem Mann gesagt so, ich schaff das nicht.
00:40:39: Ich pack das nicht.
00:40:40: Wir kommen gerade aus dem Land, da haben Leute zum Teil keinen Strom und kein Wasser.
00:40:45: Ich kann mit diesem Konzept Kehrwoche... Für mich irgendwie so, als konnte ich vorher schon nichts mit anfangen.
00:40:51: Aber nach drei Jahren Afrika dachte ich so, ich bin im falschen Film.
00:40:57: Ja, mit einem roten Ampel ist es echt gewöhnungsbedürftig.
00:40:59: Ich hatte mal geschäftlich in den Philippinen zu tun und dann die Auftraggeberin, die lief dann an, oh, oh, would you like to come to an informal dinner?
00:41:09: Und dann hat sie ein Auto geschickt.
00:41:11: Und er hat mich im Hotel abgeholt, klack, klack, alle Türen verriehlt.
00:41:16: Also, roter Ampel hat nädig im Programm.
00:41:18: Die haben einen Schilden, da fällt das nicht auf.
00:41:20: Das ist
00:41:21: so krass.
00:41:23: Nee, wir halten hier nirgendwo an.
00:41:26: Ich bringe dich lebend zu meiner Auftraggeberin, weil wenn deine Ampel stehen, ich reise die Tür auf, aber ich mach auch Papel im Kopf.
00:41:34: Es wird ja meistens nicht passieren, aber das eine mal reicht ja.
00:41:38: Ja, wobei, ja, also wir sind da tatsächlich auch immer sehr... Also unbeschadet einfach durch diese Afrika-Zeit gekommen und viele, viele tolle Erlebnisse gehabt.
00:41:47: Aber wir hatten auch einen bekannten Freund, der für ein Autohaus gearbeitet in Johannesburg.
00:41:52: Und jetzt natürlich dann auch teilweise, ich weiß gar nicht mehr, was für eine Marke, aber irgendwas Teures Großes.
00:41:59: So, und der wurde einmal pro Woche mal ein Auto weg.
00:42:03: So, und dann hab ich gesagt, ich hab keinen Bock mehr, da traub es keinen wie sein, dass ich jedes Mal, wenn ich das irgendwo hinfahre oder Kunden fahre oder so, die sind natürlich schon da drauf, bedacht dann dir das Auto dann halt zu klauen.
00:42:19: Ja, nochmal.
00:42:20: Also ich kann auch nur sagen, ich war ein paar Monate ... mit einem kleinen Auto im südlichen Afrika unterwegs, in Namibia und in Botswana und ins Bapwürgen, keine Ahnung, ich hatte keine einzige kritische Situation mit irgendwelchen potenziellen, weiß ich nicht.
00:42:36: Wir waren über Wiener Land unterwegs, Joe Burgstadt.
00:42:39: Mitte Nachts hab ich mich schon...
00:42:41: Ja, das muss man jetzt auch nicht hören.
00:42:42: Aber Kapstadt fand ich damals... angenehm und sicher und im entrestlichen Land.
00:42:48: Also, da würde ich nicht, dass wir falschen Schatten auf Südafrika oder Südliches Afrika werfen.
00:42:54: Aufpassen lohnt sich überall, und man kennt auch überall so Stories, aber zurück zu den anderen Stories.
00:42:59: Also ich habe da ein bisschen den Hintergrund, dass die Gala durchaus in der Lage ist, in neue Situationen so reinzudenken.
00:43:07: Das war einfach nur ein kurzer Ausflug, weil ich finde tatsächlich, dass mit der Weltanschauung, das ist extrem wichtig, dass man da den Weitblick hat.
00:43:16: Wir haben jetzt zum Ende unserer Podcast-Rendung noch Unser Podcast folgen noch drei Tipps, mit auf den Weg geben würden.
00:43:24: Wenn jemand sagt, ja, mit den Storys, das sehe ich schon so.
00:43:28: Was wären da so drei Tipps, mit denen man sofort anfangen könnte?
00:43:31: Könnte auch noch einmal wiederholende Zusammenfassung sein, weil ich glaube, eigentlich haben wir ja schon ganz gute.
00:43:36: Ja.
00:43:38: Wegebedarf, drei Tipps für dich.
00:43:40: Ja, also der erste ist definitiv fangen an, Geschichten zu sammeln.
00:43:43: Also das hab ich ja schon gesagt, also pack dir so ein kleines Heftchen, gibt's ja in jedem schreibbaren Laden, kann auch so ein Vokabel-Heft oder so was sein.
00:43:51: Nimm das mit, weil für mich gibt's auch nichts Schlimmeres, als wenn ich was sehe, denke, ah, das wär ne geile Story, und dann ist das weg, und das kommt auch nicht mehr wieder.
00:44:01: Wenn du das einmal wieder vergessen hast, dann ist das weg, und ich find das ganz furchtbar, wenn ich dann denke, ah, das wär super gewesen, aber ich find's nicht mehr, als in meinem Kopf irgendwo verschütt gegangen.
00:44:09: Also unbedingt anfangen, sagen wir noch zu schreiben, alles.
00:44:13: Egal, du kannst später immer noch sagen, dass das... Passt nicht.
00:44:16: Ja, das ist wie wenn du töpfst.
00:44:17: Du brauchst halt möglichst viel Ton.
00:44:19: Ob du den dann am Ende benutzt, alle komplett oder nicht, ist egal.
00:44:22: Aber du brauchst das Material.
00:44:23: Also das ist der erste Tipp.
00:44:26: Der zweite Tipp ist kümmer dich um den Hook.
00:44:29: Der Hook ist das allerwichtigste.
00:44:30: Selbst wenn der restliche Text jetzt vielleicht noch nicht so qualitativ mega hochwertig ist.
00:44:36: Der Hook ist das Wichtige.
00:44:37: Wenn du den Hook auf Deutsch gesagt verkackst, dann liest auch niemand den restlichen Text.
00:44:41: Also guck dir, guck dir Geschichten.
00:44:45: Ich gucke teilweise auch wirklich in Bücher, was ist die erste, was ist die erste Zeit?
00:44:49: Das können auch Klassiker sein, hier Torch Orwell.
00:44:52: Ehm, Ninzehn, Vierund, Achtzig ist irgendwie, es war ein kühler Tag im April und die Uhren schlugen Dreizehn.
00:44:58: So, super hoch, vielleicht nicht mal ganz zeitgemäß, aber warum?
00:45:01: Weil einfach klar wird so, okay, wir können keine Dreizehn schlagen.
00:45:06: Also in dem Moment, wo wir irgendwie was haben, was anders ist.
00:45:10: Niemals chronologisch anfangen, direkt reinschmeißen.
00:45:12: Ich sag immer so, der Mord passiert auf der ersten Seite.
00:45:15: Wenn du erst zwanzig Seiten über den Sonnenuntergang schreibst, dann liest niemand mehr.
00:45:23: Das Wichtigste am Anfang, das um die Aufmerksamkeit zu kommen.
00:45:26: Wir werden irgendwie einsammeln, den Huck, den Haken dranhängen, den positiven Stolperer, wo bleiben die Leute hängen.
00:45:33: Richtig ganz wichtig.
00:45:36: Und der dritte Tipp ist definitiv zu schauen, okay, wie kannst du die Brücke zu deinem eigenen Angebot spannen, ohne mir irgendwelche Features zu erzählen?
00:45:46: Bei mir ist völlig egal, ob es in diesem Mentoring jetzt drei oder vier Live-Calls gibt oder eine Q&A-Session oder sonst was, sondern der Fokus ist immer darauf, was habe ich denn davon?
00:45:58: Und viele Leuten sprechen in Worthülsen, die sagen dann so, ja, dann wenn du in meinem Mentoring dann entfalten wir deinen volles Potenzial.
00:46:04: Hä?
00:46:05: Was?
00:46:05: Also es ist einfach nur eine Worthülse.
00:46:07: Ich möchte ganz konkret wissen, was ist das denn?
00:46:10: So, wenn ich zu dir komme, weiß ich, okay, ich kann vielleicht so mit X ansteuern.
00:46:14: sparen.
00:46:14: So, das ist ein konkretes Ergebnis und emotional.
00:46:17: Was mache ich dann?
00:46:18: Das hast du auch so schön am Anfang mal in einem Call gesagt.
00:46:22: Ja, dann habe ich mehr Zeit.
00:46:23: So, ich brauche nur noch ein halbes Jahr arbeiten statt ein ganzes oder ich habe einfach so viel mehr Geld, dass ich mit meiner Familie einen tollen Urlaub machen kann oder so.
00:46:30: Also wir wollen immer das Ergebnis haben.
00:46:33: Das Ergebnis ist immer in Form von emotionalem Ergebnis.
00:46:39: Ältemann habe ich das immer intuitiv angefangen zu sein, was heißt denn nur zehn Prozent Steuern zahlen.
00:46:45: Das heißt tatsächlich, dass wir dann nicht mehr bis Ende Juli, bei Mitte Juli, sondern bis Ende Juni, sondern noch bis Ende Januar für den Fiskus arbeiten mussten, das hast du per se fünf Monate mehr Zeit.
00:46:56: Als wir mit den Kinder, Kinder vom Ponyhof abholen, Reisen machen.
00:47:00: Oder du hast den doppelten Outcome auf dem Konto.
00:47:03: oder irgendwo dazwischen, aber irgendwo hast du ja einen riesen Impact.
00:47:07: Und zehn Prozent Steuern hört sich irgendwie scheiße langweilig an.
00:47:09: Aber fünf Monate mehr Zeit und Zeit für die Kinder, für die Familie, für Reisen, für das Leben zu leben, wo man Bock drauf hat.
00:47:15: Im großer Werbebocken.
00:47:18: Aber das, was wir eigentlich erzählen wollen, wie cool es ist, wenn man einfach die Kinder vom Kindergarten abholen kann oder die Enkel betreuen oder irgendwas.
00:47:29: Und man hat jetzt gar nicht schlechtes gewissen, weil die Arbeit liegen bleibt, weil die ist erledigt.
00:47:32: ... weil du musst gar nicht so viel mehr arbeiten, ... ... weil einfach den größten Kostenblock ... ... deines normalen Geschäfts, ... ... ich weiß nicht, ... ... vierzig-würftig-Prozent-Abzüge hasse ich nicht mehr.
00:47:42: Und das macht natürlich ... ... einen riesen Unterschied.
00:47:45: Sonst könnt ihr ja nicht so entspannt ... ... hier stehe ich noch Podcast aufnehmen, ... ... wenn ich nicht wüsste, ... ... dass das am Ende bei mir die letzten ... ... zwanzig Jahre nur im Mittel zehn Prozent war.
00:47:53: Das ist so einer Geld, ... ... was abgebucht wird, ... ... aber ich freue mich jedes Mal, ... ... dass es so wenig ist.
00:47:58: Ja.
00:47:58: Ja, total.
00:47:59: Und da gibt es auch das, was du gerade gesagt hast.
00:48:02: Ich habe dann mehr Zeit mit den Kindern oder mit den Enkeln.
00:48:06: Ich kann vielleicht auf das Fußballturnier von meinem Sohn ohne das Gefühl habe, ich müsste eigentlich noch viel mehr
00:48:11: arbeiten.
00:48:13: Das sind immer Sachen, die sind emotional.
00:48:16: oder viele Leute sagen, okay, ich hätte gern mehr Geld, weil ich würde so wahnsinnig gerne dieses Auto fahren oder ich würde so wahnsinnig gerne mal eine Weltreise machen oder sonst was.
00:48:23: Aber die Ziele können unterschiedlich sein.
00:48:27: Aber ich gebe als Tipp immer fragt dich, was deinen Wunschkunde oder deine Wunschkunden, was wünscht die sich?
00:48:33: Wenn niemand steht morgens auf und denkt so, boah, ich hätte jetzt voll Bock nur zehn Prozent Steuern zu zahlen.
00:48:39: Ja, das ist ja kein nicht der Gedankengang.
00:48:41: Aber sie wünscht sich vielleicht, okay, ich hätte heute echt Lust mal Nachmittag mit meinen Kindern in Zoo zu gehen.
00:48:46: So.
00:48:47: Und dann ist das, was
00:48:49: du machst.
00:48:51: ... am Rant und mit anderen Leuten irgendwie über Fußball philosophieren.
00:49:00: Aber zieht mir das mal ab.
00:49:01: Wie viele Leute würden gerne von ihren Söhnen hören, dass es toll war, dass der Papa immer da war.
00:49:07: Und dass der einen unterstützt hat und hin und her gefahren.
00:49:09: Und es gibt halt viele Eltern, die sagen, nee, da hab ich gerade Zeit für, weil ... ... keine Ahnung, tausend Gründe, die alle nachvollziehbar sind.
00:49:16: Aber wie toll ist das, wenn ... ... wenn Kinder erzählen können, mein Papa war immer da.
00:49:20: Ja.
00:49:20: Am Raito näher beim Fußball, mehr waren Eisessen, wenn schön Wetter war oder so.
00:49:25: Das sind schon geile Geschichten.
00:49:26: Ja,
00:49:29: total.
00:49:30: Und das ist immer das, was hinten dran steht.
00:49:32: Also sich immer zu fragen, hey, was wünschen die Menschen sich wirklich, wenn sie das haben?
00:49:38: Du gibst ihnen das Tool.
00:49:39: Das Mentoring oder das Coaching oder das Produkt ist ja nur das Tool.
00:49:43: Was wünschen die sich?
00:49:44: Auch hier aus dem Fitnessbereich hatte auch mal eine Frau, die über ein Sechzig plus, ein Sechzig, irgendwie so in dem Dreh und die wollte auch gerne abnehmen.
00:49:52: Und ich habe dann auch immer gefragt, warum möchtest du das denn?
00:49:55: Und dann, da hat sie dann gesagt, ja, weil ich habe zwei kleine Enkel und die sind, die haben so einen Temperament und ich merke immer so, ich komme nicht hinterher.
00:50:03: Ich kann mit denen nicht verstecken oder fangen spielen, weil ich bin nach fünf Minuten außer Puste und dann bin ich immer die dicke Oma, die auf der Bank sitzt.
00:50:10: Und das will ich nicht sein.
00:50:13: Das ist ein super Grund.
00:50:16: Das ist ein super Antrieb.
00:50:17: Und da muss man sich immer fragen, was ist denn das, was mein Kunde wirklich möchte?
00:50:20: Emotional, was ist denn das Ergebnis?
00:50:23: Und wenn du schaffst, das zu kommunizieren, dann ist super.
00:50:26: Also hast dann genügend Ideen durch dein Häftchen, du hast einen geilen Hook.
00:50:30: Und dann schaffst du es auch noch, das Ergebnis zu kommunizieren und nicht das Tool, nicht die Features.
00:50:37: kann eigentlich gar nichts schiefgehen.
00:50:40: Also wenn bei euch, liebe Hörer, jetzt die Köpfe ähnlich rauchen wie meiner, wie ich gerade jetzt versuche, parallel denken, wie alle mögen, schon wieder in Stories zu verpacken, dann haben wir, glaube ich, das Ergebnis der heutigen Podcast-Folge erreicht.
00:50:54: Wegbedarf, also es gibt immer was zu tun, vor allen Dingen in der eigenen Positionierung.
00:50:59: Und wenn das das Leben dann leichter macht, was ich immer hoffe, und wenn Menschen dann über gute Schichten dann einfach ein Riesenmehrwert von dir kriegen.
00:51:07: Ja, dann würde man sowas sagen wie, sorry, geiler Scheiß.
00:51:11: Den hätten wir gerne.
00:51:12: Lieben Dank, Carla, für die intensiven Insights.
00:51:16: Ihr wisst ja, wo die Carla geiler findet.
00:51:19: Links in den Show-Notes und wenn ihr Fragen habt, meldet euch über mich oder bei der Carla direkt und dann stelle mir den Kontakt gerne her oder ihr habt den natürlich auch schon gleich direkt.
00:51:28: Dann seien zwei Wochen wieder dabei, wenn es wieder den nächsten Wegbedarf gibt und ansonsten, ja.
00:51:34: Die eine gute Zeit.
00:51:35: und Carla, ganz herzlichen Dank.
00:51:38: Pausen Dank,
00:51:38: hat Spaß gemacht.
00:51:41: Du hast noch mehr Wegebedarf?
00:51:43: Was brauchst du, um dein Unternehmersein leichter, menschlicher und nachhaltiger zu gestalten?
00:51:49: Abonniere unseren Podcast, um keine Folge mehr zu verpassen.
00:51:53: Denke bitte an eine ehrliche Bewertung der Folge und leite den Podcast gerne an andere Unternehmermenschen weiter, damit sie auch von den Tipps und Ideen profitieren.
00:52:04: Magst du mehr von Ulrich haben, ihn live erleben?
00:52:07: Mählte dich gerne, wenn du Ulrich für dich als Coach oder Mentor gewinnen magst.
00:52:12: Oder wenn du ihn als Speaker, Moderator oder Trainer zu deiner nächsten Veranstaltung einladen magst.
00:52:18: Um von seinen pragmatischen Out-of-the-Box-Impulsen zu profitieren.
00:52:24: Von Unternehmer zu Unternehmer.
00:52:26: Auf Augenhöhe.
00:52:27: Nutze mich gerne für deinen individuellen Weg als Mentor und schließe dich gerne eine unserer Hike- und Strike-Jahresgruppen für Unternehmermenschen an.
00:52:36: Du kennst ja mein Motto, lieber barfuß am Strand, als Anzug im Hamsterrad.